1. Themen
Shakespeares Stücke behandeln ein breites Themenspektrum, darunter Liebe, Verlust, Macht, Ehrgeiz und Verrat. Marlowes Stücke hingegen konzentrieren sich eher auf Gewalt, Rache und das Übernatürliche.
2. Charaktere
Shakespeares Charaktere sind oft komplex und vielschichtig, mit Stärken und Schwächen. Marlowes Charaktere hingegen sind oft eher eindimensional, mit einer klaren Unterscheidung zwischen Gut und Böse.
3. Sprache
Shakespeares Sprache ist für ihre Schönheit, ihren Reichtum und ihre Komplexität bekannt. Er verwendet eine breite Palette rhetorischer Mittel wie Metaphern, Gleichnisse und Personifizierungen. Marlowes Sprache hingegen ist geradliniger und direkter, wobei der Schwerpunkt auf Klarheit und Wirkung liegt.
4. Struktur
Shakespeares Stücke basieren oft auf einem zentralen Konflikt, der durch eine Reihe von Ereignissen gelöst wird. Marlowes Stücke hingegen sind oft eher episodisch und bestehen aus einer Reihe lose zusammenhängender Szenen.
5. Einfluss
Shakespeares Werk hatte einen tiefgreifenden und nachhaltigen Einfluss auf die westliche Literatur und Kultur. Er gilt als einer der größten Schriftsteller der englischen Sprache. Marlowes Werk ist zwar nicht so einflussreich wie das von Shakespeare, genießt aber dennoch hohes Ansehen für seine Kraft und Originalität.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Shakespeare und Marlowe zwar beide Meister des elisabethanischen Theaters waren, sich ihre Werke jedoch in Bezug auf Themen, Charaktere, Sprache, Struktur und Einfluss unterscheiden. Shakespeares Stücke sind komplexer und erforschen ein breiteres Spektrum menschlicher Erfahrungen, während Marlowes Stücke sich mehr auf Gewalt, Rache und das Übernatürliche konzentrieren.