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Wie war es in England, als Shakespeare noch lebte?

England war zu Shakespeares Zeiten eine bemerkenswerte Ära, die durch bedeutende Veränderungen in verschiedenen Aspekten des Lebens gekennzeichnet war. Hier sind einige Schlüsselmerkmale, die England im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert, als William Shakespeare lebte, prägten:

1. Politische Landschaft :

- Die Tudor-Dynastie regierte England mit Königin Elisabeth I. (reg. 1558–1603) auf dem Thron. Ihre Regierungszeit war von einer Zeit der Stabilität und des Wohlstands geprägt.

- England wandelte sich von einer weitgehend katholischen zu einer überwiegend protestantischen Nation, geprägt von der englischen Reformation.

2. Soziale Struktur :

- Die elisabethanische Gesellschaft war streng hierarchisch strukturiert, mit dem Adel und dem Landadel an der Spitze, gefolgt von Bürgern und Arbeitern. Die soziale Mobilität war eingeschränkt.

- London war eine geschäftige Metropole und das Zentrum der kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Aktivitäten Englands.

3. Religiöse Spannungen :

- Religiöse Konflikte waren weit verbreitet, insbesondere zwischen Katholiken und Protestanten. Der Papst exkommunizierte Königin Elisabeth, was die Ausübung des Katholizismus zu einer gefährlichen Straftat machte.

4. Theater:

- Die elisabethanische Ära erlebte eine Blüte des Theaters und der Theateraufführungen. Shakespeare war einer der bedeutendsten Dramatiker seiner Zeit.

- Das Globe Theatre, in dem viele von Shakespeares Stücken uraufgeführt wurden, wurde 1599 eröffnet. Schauspielerei war ein beliebter Beruf und in London gab es mehrere Schauspielfirmen.

5. Literatur und Kunst:

- Shakespeare lebte in einer Ära kultureller Errungenschaften, die als englische Renaissance bekannt ist. Diese Zeit war geprägt von bedeutenden literarischen und künstlerischen Beiträgen.

- Zu den weiteren prominenten Schriftstellern dieser Zeit gehörten Christopher Marlowe, Edmund Spencer und Ben Jonson.

6. Erforschung und Kolonisierung:

- England unternahm ehrgeizige Erkundungstouren, die zur Gründung von Kolonien in Nordamerika und zur Gründung der Englischen Ostindien-Kompanie führten.

- Die von Sir Francis Drake und anderen durchgeführten Reisen erweiterten Englands Marinefähigkeiten und sein internationales Ansehen.

7. Beulenpest:

- Die Beulenpest, bekannt als „Schwarzer Tod“, heimgesuchte England noch zu Shakespeares Lebzeiten. Häufige Pestausbrüche führten zu Störungen des Alltags und einer erhöhten Sterblichkeit.

8. Wissenschaftliche Fortschritte:

- Die wissenschaftliche Revolution gewann mit Persönlichkeiten wie Sir Francis Bacon und William Gilbert an Dynamik, doch wissenschaftliche Theorien waren immer noch oft mit Aberglauben verflochten.

9. Hexerei:

- Der Glaube an Hexerei und den Einsatz von Magie war weit verbreitet und vermeintliche Hexen wurden oft hart verfolgt und bestraft.

10. Künstlerischer Einfluss :

- Shakespeares Werke spiegelten gesellschaftliche Normen, politische Intrigen und die vorherrschenden künstlerischen Stile seiner Zeit wider, einschließlich des elisabethanischen Barock und des Manierismus.

Insgesamt war England zu Shakespeares Zeiten eine Zeit bedeutender gesellschaftlicher, kultureller und intellektueller Veränderungen. Die Ära war geprägt von sozialer Ungleichheit, religiösen Konflikten, künstlerischen Errungenschaften und der Suche nach Erkundungen und Entdeckungen.

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