Caravaggios Absicht, die Szene auf diese Weise darzustellen, bestand nicht nur darin, das Ereignis darzustellen, sondern darin, eine theologische und künstlerische Aussage zu machen
Aus folgenden Gründen könnte er sich für diese spezielle Darstellung entschieden haben:
* Konzentrieren Sie sich auf Matthews Menschlichkeit: Caravaggio wollte die menschliche Seite von Matthews Berufung hervorheben. Er stellte Matthäus als einen einfachen Mann dar , keine fromme Figur, beschäftigt mit alltäglichen Aufgaben. Diese Wahl stellte die typischen Darstellungen von Heiligen als idealisierte Figuren in Frage und betonte die transformative Kraft der Berufung Jesu, selbst für jemanden, der scheinbar gewöhnlich ist.
* Realismus und Naturalismus: Caravaggios Verwendung des Realismus war zu seiner Zeit revolutionär. Er verwendete Alltagsgegenstände und Charaktere und porträtierte sie mit bemerkenswerter Detailgenauigkeit und Genauigkeit. Durch diesen Ansatz fühlte sich die Szene unmittelbarer und nachvollziehbarer an und zog den Betrachter in den Moment der Begegnung von Matthäus mit Jesus hinein.
* Theologische Implikationen: Die Art und Weise, wie Caravaggio Jesus auf Matthäus zeigte, deutet auf eine direkte, persönliche Berufung hin von Jesus. Matthews Geste der Überraschung und die Positionierung der anderen Figuren innerhalb der Szene verstärken den Eindruck einer Intervention. Es betont die Macht des göttlichen Eingreifens in das Leben gewöhnlicher Menschen.
Zusammenfassend Caravaggios „Die Berufung des Heiligen Matthäus“ ist ein Meisterwerk, das Realismus, Humanismus und theologische Themen zu einem kraftvollen und bleibenden Bild verbindet. Er entschied sich dafür, sowohl Jesus als auch den Heiligen Matthäus auf diese Weise darzustellen, um die transformative Kraft des Glaubens und die Universalität der Botschaft Jesu hervorzuheben.