Der erste Teil von König Ödipus dient dazu, den Schauplatz des Stücks festzulegen und den Ton für die tragischen Ereignisse festzulegen, die sich abspielen. Es vermittelt dem Publikum einen Einblick in Theben und seinen aktuellen Zustand, in dem die Stadt von einer mysteriösen Seuche heimgesucht wird.
Exposition und Charaktereinführung:
Es stellt die Hauptfiguren vor, insbesondere Ödipus, den Herrscher von Theben, und bietet die notwendige Darstellung zum Verständnis der Konflikte und Dilemmata, mit denen er konfrontiert sein wird. Das Publikum erfährt von Ödipus‘ Aufstieg zur Macht und seiner Heirat mit Iokaste.
Spannung aufbauen und Vorahnung geben:
Durch die Prophezeiungen und Warnungen des Orakels von Delphi vermittelt das Stück ein Gefühl des drohenden Untergangs und lässt die kommenden tragischen Ereignisse ahnen. Dies erhöht die dramatische Spannung und wirft Fragen nach Schicksal, Bestimmung und menschlichem Handeln auf.
Hervorhebung der Charaktereigenschaften von Ödipus:
Der erste Teil des Stücks enthüllt wichtige Charakterzüge von Ödipus, darunter seinen Sinn für Gerechtigkeit, seine Entschlossenheit und seinen Stolz. Diese Eigenschaften prägen die Reise des Protagonisten und tragen zu den tragischen Konsequenzen bei, die daraus folgen.
Empathie und Katharsis beim Publikum schaffen:
Das Publikum beginnt, sich in Ödipus hineinzuversetzen, während er mit Aufrichtigkeit und Mitgefühl für sein Volk die Ursache der Pest untersucht. Das Stück legt den Grundstein für die emotionalen Auswirkungen der eventuellen Enthüllungen und des Untergangs von Ödipus.
Insgesamt besteht der dramatische Zweck des ersten Teils von „König Ödipus“ darin, den notwendigen Kontext zu schaffen, Spannung und Vorfreude aufzubauen, Schlüsselfiguren vorzustellen und die Merkmale hervorzuheben, die das Schicksal von Ödipus prägen. Es dient als Prolog zu den folgenden tragischen Ereignissen und bereitet die Bühne für die Reise des Protagonisten und die Erforschung von Themen wie Schicksal, Leiden und den Grenzen des menschlichen Wissens.