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Wie schafft Peter Medak im Film Sympathie für Derek Bentley, der es ihm erlaubt?

In dem Film „Let Him Have It“ (1991) unter der Regie von Peter Medak wird durch verschiedene filmische Elemente und Erzähltechniken Sympathie für Derek Bentley aufgebaut. Hier sind einige Möglichkeiten, wie Medak Empathie für Bentley weckt:

1. Darstellung der Unschuld: Bentley wird als junger, leicht zu beeinflussender Junge und nicht als hartgesottener Krimineller dargestellt, wobei seine Verletzlichkeit betont und die persönliche Verantwortung für das Verbrechen minimiert wird.

2. Emotionales Handeln: Christopher Ecclestons Auftritt als Bentley vermittelt Aufrichtigkeit, Reue und Angst, macht ihn menschlich und ermöglicht es dem Publikum, sich emotional mit seiner misslichen Lage auseinanderzusetzen.

3. Hintergrundgeschichte und Motivation: Medak gewährt den Zuschauern Einblicke in Bentleys Hintergrund und zeigt ihn als einen unruhigen, aber sympathischen Charakter, der auf der Suche nach Freundschaft und Akzeptanz in die falschen Leute gerät.

4. Peer-Einfluss: Der Film hebt den Einfluss von Bentleys älterem Begleiter Chris Craig auf seine Handlungen hervor und schiebt auf subtile Weise einen Teil der Schuld von Bentley auf Craig ab.

5. Unfaire Behandlung: Die Darstellung von Bentleys Prozess und Urteil verstärkt das Mitgefühl der Zuschauer, indem sie es ungerecht erscheinen lässt. Der Prozess scheint voreingenommen zu sein und das Todesurteil scheint in keinem Verhältnis zu seiner angeblichen Rolle bei dem Verbrechen zu stehen.

6. Reaktionen von Familie und Freunden: Medak zeigt die emotionale Belastung, die Bentleys Situation für seine Familie und Freunde mit sich bringt, verleiht seiner Darstellung mehr Tiefe und macht seine Notlage allgemeiner nachvollziehbar.

7. Vergleich mit Craig: Der Film kontrastiert Bentleys Charakter auf subtile Weise mit dem von Craig und macht deutlich, dass Craig schuldiger und verhärteter ist, was die Sympathie für Bentley weiter steigert.

8. Öffentliche Empörung und Aktivismus: Der Film zeigt die wachsende öffentliche Empörung und den wachsenden Aktivismus im Zusammenhang mit Bentleys Fall, was darauf hindeutet, dass die Gesellschaft ihn insgesamt eher als Opfer denn als Täter betrachtete.

9. Letzter Brief: Die emotionale Lektüre von Bentleys letztem Brief vor seiner Hinrichtung verleiht ihm eine persönliche und herzzerreißende Note, macht ihn noch menschlicher und schafft noch stärkeres Mitgefühl.

Durch den Einsatz dieser Techniken baut Peter Medak effektiv ein starkes Mitgefühl für Derek Bentley auf, wodurch sich das Publikum mit seiner Notlage identifiziert und ihn als tragisches Opfer der Umstände sieht.

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