Inquisitionssystem:
Vorteile:
- Der Richter spielt eine aktive Rolle bei der Untersuchung des Falles und der Beweiserhebung.
- Dieses System wird als effizienter und weniger konfrontativ angesehen, da der Schwerpunkt eher auf der Wahrheitsfindung als auf dem Gewinn des Verfahrens liegt.
- Es ermöglicht gründlichere Ermittlungen und einen besseren Schutz der Rechte der Angeklagten, insbesondere schutzbedürftiger Personen.
Nachteile:
- Es kann als weniger fair und unparteiisch angesehen werden, da der Richter mehr Kontrolle über das Verfahren hat.
- Dies kann zu längeren Versuchen und höheren Kosten führen.
- Das kontradiktorische System ist im australischen Rechtssystem bekannter und fester verankert.
Gegnerisches System:
Vorteile:
- Es wird als fairer und unparteiischer angesehen, da beide Parteien die gleichen Möglichkeiten haben, ihre Fälle vorzutragen.
- Es ist effizienter und kostengünstiger, da die Parteien für die Beweiserhebung und die Darlegung ihrer Argumente verantwortlich sind.
- Es legt größeren Wert auf die Rolle der Anwälte und die Fähigkeit der Parteien, sich wirksam zu verteidigen.
Nachteile:
- Es kann konfrontativer und kontroverser sein, wobei der Schwerpunkt eher darauf liegt, den Fall zu gewinnen, als die Wahrheit herauszufinden.
- Es bietet möglicherweise keinen angemessenen Schutz für schutzbedürftige Personen, da die Beweislast bei den Parteien liegt.
- Dies kann zu weniger gründlichen Ermittlungen und einem höheren Risiko der Verurteilung unschuldiger Personen führen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das inquisitorische System zwar Vorteile in Bezug auf Effizienz und Gründlichkeit bietet, das kontradiktorische System jedoch der australischen Rechtskultur vertrauter ist und besser mit den Grundsätzen der Fairness und Unparteilichkeit übereinstimmt. Letztendlich hängt die Wahl zwischen den beiden Systemen von den spezifischen Bedürfnissen und Prioritäten des australischen Rechtssystems ab.