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Können Sie Joseph Andrews als komisches Epos in Prosa betrachten?

Joseph Andrews, 1742 veröffentlicht, gilt tatsächlich als komisches Epos in Prosa. Es handelt sich um ein literarisches Werk, das mehrere Merkmale mit traditionellen epischen Gedichten wie Homers Ilias und Odyssee teilt, aber eher in Prosa als in Versen verfasst ist. Hier sind einige Schlüsselelemente, die zum Status von Joseph Andrews als Comic-Epos beitragen:

1. Mock-epischer Ton: Joseph Andrews verwendet einen gespielt-epischen Ton, der die Konventionen und Stile der klassischen epischen Poesie parodiert. Es verspottet die großartige und heroische Sprache, übertriebene Ereignisse und idealisierte Charaktere, die oft in traditionellen Epen zu finden sind. Fielding nutzt Humor, Ironie und Witz, um einen komischen Effekt zu erzielen und gleichzeitig die gesellschaftlichen und literarischen Konventionen seiner Zeit zu kommentieren.

2. Satirische Elemente: Der Roman ist eine scharfe Satire auf verschiedene Aspekte der Gesellschaft, darunter soziale Hierarchie, Klassenunterschiede, Korruption und Heuchelei. Fielding kritisiert mit Humor und Übertreibung die Torheiten und Laster seiner Zeit. Er verspottet die Charaktere der Oberschicht wegen ihrer Eitelkeit, ihres Stolzes und ihres falschen Überlegenheitsgefühls.

3. Heroische Charakterisierung: Obwohl der Protagonist Joseph Andrews nicht in die typische Form eines epischen Helden passt, weist er dennoch bestimmte heroische Qualitäten auf, wie Tugend, Integrität und Widerstandsfähigkeit. Trotz der Herausforderungen und Versuchungen, denen er gegenübersteht, steht er für seine Prinzipien und Moral ein. Josephs Reise kann als Parodie auf die Suche des traditionellen epischen Helden gesehen werden, während er von einem Ort zum anderen reist und dabei auf verschiedene Hindernisse und humorvolle Situationen stößt.

4. Epische Reise: Joseph Andrews begibt sich auf eine Reise von London in seine Heimatstadt auf dem Land, die der Suche des epischen Helden ähnelt. Auf seiner Reise erlebt er eine Reihe von Abenteuern und Missgeschicken, unter anderem wird er ausgeraubt, für einen Straßenräuber gehalten und verliebt sich.

5. Beteiligte Handlung: In wahrhaft epischer Manier bietet Joseph Andrews eine komplexe Handlung mit Wendungen, spannenden Momenten und einem befriedigenden Abschluss. Die Erzählung umfasst mehrere Charaktere und ineinandergreifende Handlungsstränge, was die Komplexität der Handlung erhöht.

6. Erweiterte Gleichnisse: Fielding verwendet häufig erweiterte Vergleiche, bei denen es sich um ausführliche Vergleiche handelt, die über einen einzelnen Satz hinausgehen, um die Erzählung zu bereichern und humorvolle Elemente hinzuzufügen. Diese Gleichnisse beziehen sich oft auf bekannte Alltagsgegenstände oder Situationen, um einen komischen Effekt zu erzielen.

7. Göttliches Eingreifen: Obwohl der Roman keine buchstäblichen Götter oder Göttinnen vorstellt, bezieht Fielding manchmal Elemente göttlichen Eingreifens oder der Führung der Vorsehung ein. Dies unterstreicht die Parallelen zur klassischen epischen Poesie, die oft den Einfluss von Gottheiten auf das Leben der Charaktere beinhaltete.

Insgesamt verbindet Joseph Andrews das Komische mit dem Epos und vermischt Humor und Satire mit Elementen traditioneller Heldenpoesie. Fieldings kluger Sprachgebrauch, seine lebendigen Charakterisierungen und seine fesselnde Erzählung machen Joseph Andrews zu einem bemerkenswerten Beispiel für ein komisches Epos in Prosa.

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