1. Erhöhte Subjektivität: Die Ich-Perspektive ermöglicht es Autoren, einen persönlicheren und subjektiveren Erzählstil zu schaffen, der sich gut für Gothic-Geschichten eignet, in denen es oft um subjektive Erfahrungen, gesteigerte Emotionen und psychologische Turbulenzen geht.
2. Intimität und Verbindung: Die Ich-Erzählung fördert die Intimität zwischen dem Leser und dem Protagonisten und bringt sie näher an die Gedanken und Gefühle des Protagonisten heran. Dadurch kann die emotionale Verbindung des Lesers zur Geschichte und zur Reise des Protagonisten gestärkt werden.
3. Geheimnisvoller Sinn: Die Verwendung der Ich-Perspektive kann ein Gefühl des Mysteriums erzeugen, indem dem Leser Informationen vorenthalten werden. Da das Wissen und Verständnis des Protagonisten über die Ereignisse begrenzt ist, bleiben die Leser in Atem und lüften gemeinsam mit dem Protagonisten die Geheimnisse.
4. Unzuverlässige Erzählung: Ich-Erzählung bietet auch die Möglichkeit, unzuverlässige Erzähler zu schaffen, ein häufiges Merkmal in Gothic-Geschichten. Dadurch können Autoren mit dem Vertrauen und der Wahrnehmung des Lesers spielen, die Grenzen zwischen Realität und Unwirklichkeit verwischen und die Atmosphäre der Unsicherheit verstärken.
5. Erhöhte emotionale Wirkung: Durch die Verlagerung des Lesers in das Bewusstsein des Protagonisten verstärkt die Ich-Erzählung die emotionale Wirkung der Ereignisse. Der Leser erlebt die Ängste, Befürchtungen und Turbulenzen des Protagonisten aus erster Hand, was zu einem emotionaleren und immersiveren Erlebnis führt.
6. Erforschung interner Konflikte: Gothic-Geschichten beschäftigen sich häufig mit den inneren Kämpfen und Konflikten der Charaktere. Die Ich-Perspektive ermöglicht es Autoren, in diese inneren Komplexitäten einzutauchen und eine tiefere psychologische Analyse zu liefern.
7. Persönliche Interpretation: Durch die Verwendung von Ich-Erzählungen werden die Leser dazu ermutigt, Ereignisse aus der einzigartigen Perspektive des Protagonisten zu interpretieren, was der Geschichte Tiefe und Fülle verleiht. Es regt sie dazu an, über ihre eigenen Reaktionen auf die Situationen nachzudenken, wenn sie in der Lage des Protagonisten wären.
Insgesamt kann die Ich-Perspektive die Subjektivität, Intimität, den Sinn für Mysterium und die emotionale Wirkung von Gothic-Kurzgeschichten verstärken und sie zu einer geeigneten narrativen Wahl für die Erkundung der düsteren und eindringlichen Themen machen, die für das Genre charakteristisch sind.