1. Tragödie: Eine traditionelle Form des Dramas, die eine ernste und düstere Geschichte präsentiert, in der es oft um den Untergang oder das Leiden eines Protagonisten geht. Tragische Helden sind typischerweise Charaktere mit Fehlern, deren Taten zu ihrem endgültigen Untergang führen.
2. Komödie: Ein Genre, das darauf abzielt, zum Lachen zu provozieren und das Publikum zu unterhalten. Komödien beinhalten oft witzige Dialoge, humorvolle Situationen und übertriebene Charaktere.
3. Tragikomödie: Eine Mischung aus tragischen und komödiantischen Elementen, in der ernste und humorvolle Momente nebeneinander bestehen. Tragikomödien erforschen die Komplexität der menschlichen Natur und das Wechselspiel zwischen Freude und Leid.
4. Farce: Eine unbeschwerte und übertriebene Form der Komödie, die sich durch Slapstick-Humor, körperliche Gags und unwahrscheinliche Situationen auszeichnet.
5. Melodram: Eine dramatische Form, die gesteigerte Emotionen, sensationelle Handlungsstränge und klare moralische Konflikte zwischen guten und bösen Charakteren betont.
6. Satire: Ein Genre, das Humor, Ironie und Übertreibung einsetzt, um gesellschaftliche Mängel, politische Persönlichkeiten oder menschliche Schwächen zu kritisieren oder lächerlich zu machen.
7. Historisches Drama: Theaterstücke, die Ereignisse oder Charaktere aus der Geschichte darstellen und eine dramatisierte Darstellung realer Ereignisse bieten.
8. Fantasy-Drama: Stücke, die übernatürliche Elemente, magische Bereiche und Fabelwesen beinhalten und die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verwischen.
9. Sozialdrama: Theaterstücke, die sich mit aktuellen sozialen Themen, Konflikten und Beziehungen innerhalb einer Gemeinschaft oder Gesellschaft befassen.
10. Psychologisches Drama: Stücke, die in das Innenleben der Charaktere eintauchen und ihre Gedanken, Emotionen und Motivationen erforschen.
11. Dokudrama: Theaterstücke, die auf realen Ereignissen oder historischen Figuren basieren und Elemente des dokumentarischen Geschichtenerzählens mit dramatischer Darstellung verbinden.
12. Experimentelles Drama: Stücke, die sich über konventionelle Theaternormen hinwegsetzen und unkonventionelle Strukturen, Multimedia oder interaktive Elemente nutzen, um einzigartige und immersive Erlebnisse zu schaffen.
Die Wahl des Genres im Drama hat erheblichen Einfluss auf den Ton, die Handlung, die Charakterisierung und die Gesamtstruktur eines Stücks. Jedes Genre hat seine eigenen Konventionen, Erwartungen und Zwecke, die Dramatiker dabei unterstützen, unterschiedliche Theatererlebnisse für das Publikum zu schaffen.