1. Salem Village
Miller spielt in seinem Stück in der realen Stadt Salem Village (heute Danvers), einer kleinen puritanischen Gemeinde in der Massachusetts Bay Colony. Das Stück befasst sich mit den sozialen Dynamiken und religiösen Überzeugungen, die die Gemeinschaft geprägt haben, einschließlich der strikten Einhaltung der puritanischen Theologie und der Angst vor Hexerei.
2. Hexerei im kolonialen Amerika
Im 17. Jahrhundert galt die Hexerei weithin als eine reale und bösartige Kraft. Miller hebt den vorherrschenden Aberglauben, die Paranoia und die Anschuldigungen hervor, die die Hexenprozesse befeuerten. Das Stück spiegelt den Glauben wider, dass Hexen Menschen Schaden zufügen und Pakte mit dem Teufel schließen könnten.
3. Die Hexenprozesse von Salem
Miller orientiert sich stark an den Ereignissen der Hexenprozesse in Salem. Er bezieht die tatsächlichen Namen von Personen ein, die an den Prozessen beteiligt waren, wie Abigail Williams, John Proctor und Reverend Samuel Parris, und schildert präzise die wichtigsten Ereignisse, die sich während der Hysterie abspielten.
4. Soziale Spannungen
Das Stück untersucht die zugrunde liegenden Spannungen innerhalb der Salem-Gemeinschaft, einschließlich Streitigkeiten um Land, Macht und persönliche Rivalitäten. Miller weist darauf hin, dass diese Spannungen zu den Anschuldigungen beigetragen und die Verfolgung unschuldiger Menschen angeheizt haben.
5. Geschlechterdynamik
Miller betont die Rolle des Geschlechts in den Hexenprozessen von Salem und hebt hervor, dass Frauen besonders ins Visier genommen und anfällig für Hexereivorwürfe waren. Das Stück beleuchtet die Frauenfeindlichkeit und Vorurteile, die in der puritanischen Gesellschaft vorherrschen.
6. Gerichtsverfahren
Miller stellt die Gerichtsverfahren der Hexenprozesse originalgetreu nach, einschließlich der Vernehmung angeklagter Personen und der Verwendung von Geisterbeweisen (Zeugen, die auf Visionen oder Träumen basieren), um sie zu verurteilen. Er unterstreicht die Mängel und Ungerechtigkeiten im Gerichtsverfahren, die zu den unrechtmäßigen Verurteilungen geführt haben.
7. Politische und religiöse Motive
Das Stück legt nahe, dass die Hexenprozesse durch politische und religiöse Machtkämpfe innerhalb der Gemeinschaft beeinflusst wurden. Miller deutet an, dass einige Ankläger die Anschuldigungen möglicherweise dazu genutzt haben, persönliche Unstimmigkeiten auszuräumen oder ihre Macht zu festigen.
8. Parallelen zum McCarthyismus
Obwohl es sich bei dem Stück in erster Linie um ein historisches Drama handelt, wollte Miller, dass es beim zeitgenössischen Publikum Anklang findet und Parallelen zur McCarthy-Ära in den Vereinigten Staaten zieht. Die Hexenprozesse dienen als Metapher für die Gefahren von Massenhysterie, politischer Verfolgung und der Erosion individueller Rechte.
Indem Miller das Stück vor dem historischen Hintergrund der Hexenprozesse in Salem kontextualisiert, präsentiert er nicht nur eine überzeugende Darstellung der Ereignisse, sondern bietet auch eine warnende Geschichte über die Folgen von Intoleranz und Irrationalität in der Gesellschaft.