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Warum fürchtet Macbeth das Banquo und fühlt sich von ihm bedroht?

Macbeths Angst vor Banquo und das Gefühl, von ihm bedroht zu werden, hat mehrere Gründe:

1. Die Prophezeiung der Hexen :Nachdem Macbeth in Akt 1 die Hexen konsultiert hat, erfährt er von den Prophezeiungen, dass er König werden wird und dass Banquos Nachkommen schließlich Schottland regieren werden. Diese Prophezeiung pflanzt Neid und Ehrgeiz in Macbeths Geist. Er sieht Banquo als potenziellen Rivalen und Bedrohung für seinen neu erworbenen Thron und befürchtet, dass Banquos zukünftige Nachkommen ihn oder seine Abstammung verdrängen könnten.

2. Banquos scharfe Wahrnehmung :Macbeth ist sich bewusst, dass Banquo weise und scharfsinnig ist, was ihn zu einer potenziellen Bedrohung für Macbeths betrügerische und mörderische Pläne macht. Banquo vermutet, dass Duncans Tod ein Verbrechen war, und zögert, Macbeth zu vertrauen. Seine Zweifel und seine Neugier wecken bei Macbeth Bedenken und verstärken seine Angst, dass Banquo die Wahrheit ans Licht bringen und ihn bloßstellen könnte.

3. Der Geist von Banquo :Nachdem Macbeth Banquo ermordet hat, manifestieren sich die Schuldgefühle und die Paranoia, die ihn verzehren, in der Form, dass Banquos Geist ihn verfolgt. Der Geist dient als ständige Erinnerung an Macbeths Verbrechen und verstärkt seine Angst und Unsicherheit zusätzlich. Banquos Anwesenheit, selbst als Geist, verunsichert Macbeth weiterhin und gibt ihm das Gefühl, von genau der Person bedroht zu werden, von der er glaubte, sie erfolgreich eliminiert zu haben.

4. Kontrollverlust :Macbeths Angst vor Banquo spiegelt auch seine schwindende Kontrolle über sein eigenes Leben und seine Ambitionen wider. Das Streben nach Macht hat ihn auf einen Weg der Gewalt und Täuschung geführt, aber er erkennt, dass Banquos Existenz eine Herausforderung für seine Fähigkeit darstellt, den Thron im Griff zu behalten. Banquos Integrität und moralischer Kompass verstärken Macbeths Gefühl der Verletzlichkeit und Unsicherheit.

5. Paranoia und Schuldgefühle :Während sich Macbeths Schuldgefühle und Paranoia vertiefen, wird seine Wahrnehmung von Banquo als Bedrohung immer irrationaler. Er beginnt, Banquos Präsenz und Einfluss überall zu erkennen, auch wenn es keine konkreten Beweise für seine Beteiligung gibt. Diese Paranoia schürt Macbeths Angst noch mehr und veranlasst ihn, verzweifelte Maßnahmen zu ergreifen, um seine Position zu schützen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Macbeths Angst vor Banquo auf einer Kombination von Faktoren beruht, darunter den Prophezeiungen der Hexen, Banquos angeborener Weisheit und Misstrauen, der eindringlichen Präsenz von Banquos Geist und Macbeths eigener zunehmender Paranoia und Schuldgefühlen. Banquos Existenz stellt Macbeths Gefühl der Kontrolle und Sicherheit in Frage und stellt eine ernsthafte Bedrohung für seine Ambitionen und seinen Seelenfrieden dar.

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