Als Bösewicht :
- Mörderische Taten: Macbeths unermüdliches Streben nach Macht führt dazu, dass er grausame Morde begeht. Er tötet zunächst König Duncan, den rechtmäßigen Herrscher, und eliminiert dann jeden, den er als Bedrohung für seinen Thron ansieht, darunter Banquo, Macduffs Frau und Kinder und schließlich Macduff selbst.
-Moralischer Verfall :Macbeths Ehrgeiz korrumpiert seinen moralischen Kompass. Er lässt zu, dass sein Verlangen nach Macht sein Gefühl für richtig und falsch überschattet. Seine Schuldgefühle und seine Angst treiben ihn in den Wahnsinn und in die Isolation.
-Zerstörerische Wirkung: Macbeths Aktionen bringen Chaos und Zerstörung nach Schottland. Das Land leidet unter seiner tyrannischen Herrschaft, unschuldige Menschen werden verletzt und die Justiz wird untergraben.
Als Opfer:
- Äußere Einflüsse: Macbeths Begegnungen mit den drei Hexen säen den Samen des Ehrgeizes in seinem Kopf. Er wird von übernatürlichen Kräften manipuliert, die außerhalb seiner Kontrolle liegen und die seine Schwächen und Wünsche ausnutzen.
-Tragischer Held: Manche betrachten Macbeth als einen tragischen Helden, eine Figur, die aufgrund eines tragischen Fehlers oder einer Fehleinschätzung den Untergang erfährt. Sein Ehrgeiz, obwohl er von äußeren Einflüssen getrieben wird, wird ihm letztendlich zum Verhängnis.
-Interner Konflikt :Macbeths innerer Kampf zwischen seinem Machthunger und den Schuldgefühlen, die er nach seinen Taten empfindet, ist ein Zeichen seiner Menschlichkeit. Er wird von seinem Gewissen gequält, was seine Fähigkeit zur Reue und zum moralischen Bewusstsein zeigt.
Letztlich ist es eine Frage der Interpretation, ob man Macbeth in erster Linie als Bösewicht oder als Opfer sieht. Durch die Darstellung einer facettenreichen Figur ermöglicht William Shakespeare dem Publikum, über die Komplexität der menschlichen Natur, Macht und des Schicksals nachzudenken.