Warum stört es Hamlet, dass einer der Schauspieler mit solcher Leidenschaft über den Tod von König Priamos lesen kann?
Im Stück „Hamlet“ von William Shakespeare stört es Hamlet nicht daran, dass einer der Schauspieler mit Leidenschaft über den Tod von König Priamos lesen kann, sondern dass er selbst nicht die gleiche Emotionalität empfinden kann als er über den Tod seines eigenen Vaters, König Hamlet, nachdachte. Hamlet ist beeindruckt von der Fähigkeit des Schauspielers, echte Tränen zu vergießen und solch intensive Emotionen zu zeigen, während er Zeilen über den Tod einer fiktiven Figur rezitiert, während es ihm schwer fällt, angesichts der Ermordung seines Vaters etwas anderes als Taubheit und Untätigkeit zu empfinden. Dieser Kontrast verdeutlicht Hamlets inneren Konflikt und seine Selbstvorwürfe, dass er seiner Trauer nicht Ausdruck verleihen und den Tod seines Vaters nicht mit der gleichen Inbrunst rächen konnte.