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Warum kann „Tod eines Handlungsreisenden“ als Stück American Realist Theatre bezeichnet werden?

Arthur Millers Stück „Tod eines Handlungsreisenden“ gilt weithin als klassisches Beispiel des amerikanischen realistischen Theaters. Mehrere Elemente des Stücks zeigen, dass es diesem Stil angehört:

1. Realistische Einstellung:

Das Stück spielt in einer realistischen und wiedererkennbaren amerikanischen Umgebung. Die Szenen spielen in Willy Lomans engem Haus in Brooklyn und der umliegenden Nachbarschaft und zeigen die Realitäten des Lebens der unteren Mittelschicht im Amerika der Nachkriegszeit.

2. Alltägliche Charaktere:

Die Charaktere im Stück sind gewöhnliche und sympathische Individuen. Willy Loman, der Protagonist, ist ein fleißiger, aber alternder Verkäufer, der darum kämpft, über die Runden zu kommen und mit persönlichen und beruflichen Misserfolgen zu kämpfen hat. Die anderen Charaktere, wie seine Frau Linda, die Söhne Biff und Happy und ihre Beziehungen zueinander, werden alle realistisch dargestellt.

3. Gemeinsame Sprache:

Der Dialog in „Tod eines Handlungsreisenden“ ist geradlinig und umgangssprachlich. Die Charaktere sprechen auf eine Art und Weise, die der Alltagssprache ähnelt, und vermeiden stark stilisierte oder künstliche Sprache. Diese gemeinsame Sprache trägt dazu bei, ein Gefühl der Authentizität zu schaffen und bringt dem Publikum die Erfahrungen der Charaktere näher.

4. Sozialer Kommentar:

Das Stück bietet eine kritische Auseinandersetzung mit der amerikanischen Gesellschaft und ihren Werten. Anhand der Kämpfe von Willy Loman untersucht Miller Themen wie die Verfolgung des amerikanischen Traums, den Materialismus und die Auswirkungen des Kapitalismus auf Einzelpersonen und ihre Familien. Der gesellschaftliche Kommentar des Stücks ist in der Realität des amerikanischen Lebens verwurzelt und berührt das Publikum auf einer tieferen Ebene.

5. Psychologischer Realismus:

Miller befasst sich mit den inneren Gedanken und Emotionen seiner Figuren, insbesondere Willy Loman. Der Zuschauer erhält Einblick in Willys Wahnvorstellungen, Fantasien und psychologische Konflikte. Dieser psychologische Realismus verleiht den Charakteren und ihren Motivationen Tiefe und Komplexität und macht sie verständlicher und menschlicher.

6. Tragische Elemente:

„Tod eines Handlungsreisenden“ verwendet Elemente der Tragödie, ein Markenzeichen des klassischen Theaters. Willy Lomans Untergang wird mit einem Gefühl der Unvermeidlichkeit und des Pathos dargestellt. Seine tragischen Fehler, wie seine Erfolgsbesessenheit und seine Unfähigkeit, sich an veränderte Umstände anzupassen, führten zu seinem endgültigen Untergang.

Insgesamt veranschaulicht „Tod eines Handlungsreisenden“ das amerikanische realistische Theater durch seine realistische Kulisse, die nachvollziehbaren Charaktere, die Alltagssprache, die sozialen Kommentare, den psychologischen Realismus und die Einbeziehung tragischer Elemente. Das Stück spiegelt reale Erfahrungen wider und ermöglicht es dem Publikum, mit den Charakteren in Kontakt zu treten und über die umfassenderen Themen nachzudenken, die es darstellt.

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