Warum ist Howard Wagner in „Tod eines Handlungsreisenden“ Menschen wie Willy gegenüber so unsympathisch?
Howard Wagner ist der reiche Junge, dem im Leben alles gegeben wurde - eine erfolgreiche Anwaltspraxis, eine wohlhabende Erziehung usw. Im Gegensatz zu Willy wurde er „in einem Hotelzimmer geboren und der Pagen war seine Mutter“. Er ärgert sich darüber, dass Willy vorgibt, seinesgleichen zu sein, als sie Klassenkameraden waren, er ärgert sich über Willys Glauben an den amerikanischen Traum und er sieht jeden, auch Willy, als potenziellen „Trottel“.
Er repräsentiert eine neue kapitalistische Realität – eine unpersönliche Welt der Konzerngier, in der die Rücksichtslosen und Listigen gedeihen. Seine Gleichgültigkeit und sein Mangel an Emotionen spiegeln die Entmenschlichung der modernen Welt wider.
Indem Willys Sohn Biff die harte Realität der kapitalistischen Gesellschaft in dieser Zeit betont, lehnt er schließlich den amerikanischen Traum ab und strebt nach einem Leben voller Sinn und Zweck. - eine Botschaft, die durch die Charakterisierung von Howard Wagner vermittelt wird.