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Was macht John Proctor zum tragischen Helden in „The Crucible“ von Arthur Miller?

In Arthur Millers Stück „The Crucible“ wird John Proctor tatsächlich als tragischer Held dargestellt, als literarischer Charakter, der aufgrund einer Kombination aus persönlichen Fehlern, gesellschaftlichem Druck und grausamem Schicksal an Größe verliert. Hier sind einige Schlüsselelemente, die zu John Proctors tragischem Heldenstatus beitragen:

Edle Eigenschaften:

- John Proctor wird zunächst als angesehenes und aufrechtes Mitglied der Salem-Gemeinschaft dargestellt. Er besitzt Ehrlichkeit, Integrität und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Diese positiven Eigenschaften machen seinen Untergang noch tragischer.

Moralisches Dilemma:

- Proctor steht vor einem moralischen Dilemma, als er von den falschen Anschuldigungen während der Hexenprozesse erfährt. Er ist hin- und hergerissen zwischen dem Schutz seiner angeklagten Frau Elizabeth und der Enthüllung der Wahrheit, die andere, darunter auch Abigail Williams, in Mitleidenschaft ziehen würde.

Tragischer Fehler:

- Proctors tragischer Fehler ist sein Stolz und seine Sturheit. Er zögert, seine frühere Affäre mit Abigail zuzugeben, auch wenn dies möglicherweise sein Leben retten und die Wahrheit über die falschen Anschuldigungen ans Licht bringen könnte. Seine Unfähigkeit, sich vollständig mit seinen vergangenen Fehlern auseinanderzusetzen, trägt zu seinem Untergang bei.

Gesellschaftliche Hysterie:

- Die Hexenprozesse in Salem sind Ausdruck der gesellschaftlichen Hysterie und der Massenwahnvorstellungen, die die Gemeinschaft im Griff haben. Proctor wird zum Opfer dieser Umstände, als Abigail und andere ihn auf der Suche nach persönlichem Vorteil und Macht ins Visier nehmen.

Verlust von Reputation und Seriosität:

- Je weiter die Anschuldigungen und Gerichtsverfahren voranschreiten, desto schlechter wird Proctors Ruf und sein Ansehen in der Gemeinschaft nimmt ab. Seine Versuche, die Wahrheit ans Licht zu bringen, stoßen auf Widerstand und Skepsis, was zu seiner Isolation und Verzweiflung führt.

Vorzeitiger Tod:

- Trotz seiner Bemühungen, gegen die Ungerechtigkeit vorzugehen, erleidet Proctor letztendlich einen vorzeitigen Tod. Seine Hinrichtung verdeutlicht sein tragisches Schicksal und verdeutlicht die verheerenden Folgen der Hexenprozesse.

Katharsis und Erkenntnis:

- Im Moment seines Todes erreicht Proctor eine Katharsis, indem er die Wahrheit annimmt und seine Fehler eingesteht. Seine Entscheidung, mit Integrität und Ehre zu sterben, anstatt seine Prinzipien zu verleugnen, vermittelt ein Gefühl der Erlösung und lässt das Publikum Mitleid und Angst empfinden.

Anhand der Figur von John Proctor untersucht Miller die Themen moralische Verantwortung, die Fragilität der Gerechtigkeit und die zerstörerische Kraft gesellschaftlicher Angst und Paranoia. Proctors tragischer Sturz dient als warnende Geschichte über die Gefahren, die entstehen, wenn man zulässt, dass persönliche Fehler und äußere Kräfte die Integrität und den moralischen Kompass eines Menschen gefährden.

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