1. „Aber, sanft, welches Licht bricht durch das Fenster?“
Es ist der Osten und Julia ist die Sonne.“ (Akt 2, Szene 2)
Hier wird Julias Schönheit mit der Sonne verglichen. Der Ausdruck „der Osten“ verkörpert die Richtung, als ob sie aktiv die Sonne bringen würde, was Julia symbolisiert.
2. „Hört! Wie singt die Lerche vor der Himmelspforte,
Und Phoebus‘ Rosse beeilen sich, die Morgendämmerung herbeizuführen.“ (Akt 3, Szene 5)
In dieser Passage wird die Lerche als Sängerin an der Himmelspforte dargestellt, und die Rosse des Sonnengottes Phoebus werden als aktiv auf die Morgendämmerung zueilende Tiere dargestellt. Diese Personifikationen verleihen den Naturphänomenen ein Gefühl von Lebendigkeit und Bewegung.
3. „Oh, sie bringt den Fackeln bei, hell zu brennen!“
Es scheint, sie hängt an der Wange der Nacht
Wie ein reiches Juwel im Ohr eines Äthiopiers.“ (Akt 1, Szene 5)
Hier wird Julias Schönheit mit einem kostbaren Juwel verglichen, das die Fackeln heller brennen lässt, und es wird beschrieben, dass sie an der Wange der Nacht hängt und die Dunkelheit verkörpert.
4. „Spreize deinen geschlossenen Vorhang, liebesspielende Nacht,
Die Augen dieses Ausreißers mögen zwinkern, und Romeo
Springe in diese Arme, ohne dass darüber gesprochen wurde und die du nicht siehst. (Akt 3, Szene 2)
In dieser Passage wird die Nacht als eine Figur mit Entscheidungsfreiheit personifiziert. Es wird gebeten, seinen Vorhang zu öffnen, um Dunkelheit und Geheimnis zu schaffen, damit Romeo Julia unbemerkt besuchen kann.
Diese Beispiele der Personifizierung in Romeo und Julia tragen zu der Bildsprache, der emotionalen Intensität und den lebendigen Beschreibungen bei, die das Stück so einprägsam und ergreifend machen.