1. Die verderbliche Natur der Macht: Das Stück untersucht den korrumpierenden Einfluss von Macht und Ehrgeiz. Macbeths Streben nach Macht führt dazu, dass er abscheuliche Taten begeht, wie zum Beispiel die Ermordung von König Duncan, die ihn und seine Umgebung letztendlich zerstört.
2. Ehrgeiz und Schuld: Shakespeare untersucht die psychologischen Folgen von Ehrgeiz und den daraus resultierenden Schuldgefühlen. Macbeths Ehrgeiz treibt ihn dazu, Verbrechen zu begehen, aber die Schuldgefühle nagen an seinem Gewissen, was zu geistigem Aufruhr und schließlich zum Wahnsinn führt.
3. Schein vs. Realität: Das Stück betont den Kontrast zwischen Schein und Wirklichkeit. Macbeth erscheint als edler Krieger, aber seine wahre Natur offenbart sich durch seine Taten und zeigt die Dichotomie zwischen der äußeren Erscheinung der Menschen und ihrem inneren Selbst.
4. Schicksal und freier Wille: Shakespeare wirft Fragen zum Schicksal und zum freien Willen auf. Einige Charaktere, wie die Hexen, scheinen über übernatürliches Wissen zu verfügen und Einfluss auf Ereignisse zu haben, was auf ein vorherbestimmtes Schicksal schließen lässt. Macbeths Entscheidungen und Handlungen unterstreichen jedoch seine Entscheidungsfreiheit und Verantwortung für seinen Untergang.
5. Die Rolle der Frau: Das Stück befasst sich mit den Rollen und Erfahrungen von Frauen in der Gesellschaft. Lady Macbeth erscheint zunächst als rücksichtslose Komplizin der Ambitionen ihres Mannes, verfällt aber später in Wahnsinn und Schuldgefühle, während andere weibliche Charaktere, wie Lady Macduff, Widerstandskraft und Stärke verkörpern.
6. Symbolik und Bildsprache: Shakespeare verwendet im gesamten Stück eine reiche Symbolik und Bildsprache. Elemente wie Blut, Dunkelheit und Übernatürliches tragen zur Atmosphäre des Stücks bei und vermitteln tiefere Bedeutungen im Zusammenhang mit den Themen des Stücks.
7. Moralische Konsequenzen: „Die Tragödie von Macbeth“ veranschaulicht die Folgen unmoralischen Handelns. Das Stück unterstreicht die Überzeugung, dass Verbrechen zu weiteren Tragödien führen und dass die Gerechtigkeit letztendlich diejenigen einholen wird, die böse Taten begehen.
8. Themen des Schicksals und der Bestimmung: Shakespeare erforscht die Rolle von Schicksal und Schicksal bei der Gestaltung von Ereignissen. Die Prophezeiungen der Hexen und die Unausweichlichkeit von Macbeths Untergang werfen Fragen über den Einfluss äußerer Kräfte auf, die außerhalb der menschlichen Kontrolle liegen.
Insgesamt befasst sich Shakespeares „Die Tragödie von Macbeth“ mit tiefgreifenden Themen, die die Komplexität der menschlichen Natur, die Folgen von Ehrgeiz und Macht sowie das Zusammenspiel von Schicksal und freiem Willen erforschen. Es lädt das Publikum ein, über die moralischen und ethischen Dilemmata nachzudenken, die beim Streben nach Macht entstehen, und über den Preis, der für das eigene Handeln gezahlt werden muss.