Julia stirbt, indem sie sich mit einem Dolch ersticht.
_Hier ist der Text aus dem Stück, der die Ereignisse vor Julias Tod erzählt:_
> Romeo:Dann trotze ich dir, Sterne.
> Du kennst meine Unterkunft:Hol mir Tinte und Papier,
> Und Postpferde mieten; Ich werde heute Nacht weg sein.
> Julia:Ich muss jeden Tag zu jeder Stunde von dir hören,
> Denn in einer Minute gibt es viele Tage:
> O, nach dieser Zählung werde ich viel älter sein
> Bevor ich wieder meinen Romeo sehe!
> Romeo:Lebe wohl! Ich werde keine Gelegenheit auslassen
> Das mag dir meine Grüße, Liebe, übermitteln.
> Juliet:Oh, denkst du, wir werden uns jemals wiedersehen?
> Romeo:Ich bezweifle es nicht; und all diese Leiden werden dienen
> Für süße Reden in unserer kommenden Zeit.
> Julia:O Gott, ich habe eine böse Wahrsagungsseele!
> Ich glaube, ich sehe dich, jetzt bist du unten,
> Wie ein Toter am Boden eines Grabes:
> Entweder lässt mein Sehvermögen nach, oder du siehst blass aus.
> Romeo:Und vertrau mir, Liebes, in meinen Augen tust du das auch:
> Trockener Kummer trinkt unser Blut. Adieu, adieu!
_Romeo verlassen_
> Juliet:Bist du so gegangen? Meine Liebe, mein Herr, mein Freund!
> Ich muss jeden Tag in der Stunde von dir hören,
> Sonst sterbe ich morgen! (3.5.55-80)
Julia geht in die Zelle des Mönchs und hofft, dass er eine Lösung für ihr Problem findet – dass sie mit Romeo verheiratet ist, ihre Familie aber möchte, dass sie Paris heiratet. Er gibt ihr einen Trank, der sie 42 Stunden lang tot erscheinen lässt, und weist sie an, eine Nachricht an Romeo zu senden, damit er sie am Grab treffen kann. Doch dann läuft nicht alles nach Plan:Romeo wird falsch informiert und glaubt, Julia sei tatsächlich tot. Also nimmt er Gift und stirbt, als er sie im Grab sieht. Als Julia aufwacht, findet sie Romeo tot vor und ersticht sich mit seinem Dolch.
Warum stirbt Julia?
Julia stirbt, weil sie ohne Romeo nicht leben kann. Als sie sieht, dass er tot ist, hat sie das Gefühl, dass ihr Leben nicht mehr lebenswert ist. Sie ist so überwältigt von Trauer und Verzweiflung, dass sie sich das Leben nimmt.
_Hier ist eine Passage, die Julias tiefe Trauer und Verzweiflung zeigt, als sie Romeo tot auffand:_
> JULIET
> Wo ist mein Herr? Wo ist mein Romeo?
> Bruder Laurence (zeigt den Körper ihres Romeo)
> Dort, tot, in deinem Grab gelegen.
> Julia
> Ich habe Angst, in der Nacht zu sein, das alles ist nur ein Traum,
> Zu schmeichelhaft-süß, um substantiell zu sein.
_Als Julia merkt, dass Romeo tot ist, sagt sie, dass sie sich selbst vergiften wird:_
> Ja, Lärm? Dann fasse ich mich kurz. O glücklicher Dolch!
> Das ist deine Hülle; da rostet es, und lasst mich sterben. (5.3.168-70)