Arts >> Kunst und Unterhaltung >  >> Theater >> Drama

Wer ist Ellie Weisel und was ist mit seiner Familie passiert?

Eliezer „Elie“ Wiesel (30. September 1928 – 2. Juli 2016) war ein in Rumänien geborener amerikanischer Schriftsteller, Professor, politischer Aktivist, Nobelpreisträger und Holocaust-Überlebender. Er ist Autor von 57 Büchern, darunter „Night“, eine Erinnerung an seine Erlebnisse als Teenager in den Konzentrationslagern der Nazis.

Wiesel wurde 1928 in Sighet, Siebenbürgen, geboren, wo sein Vater Shlomo Ladenbesitzer und seine Mutter Sarah Hausfrau war. Er hatte drei ältere Schwestern:Hilda, Béatrice und Tzipora.

1944, als Wiesel 15 Jahre alt war, wurde er mit seiner Familie in das Konzentrationslager Auschwitz in Polen deportiert. Bei seiner Ankunft in Auschwitz wurde Wiesel von seiner Mutter und seinen Schwestern getrennt, die in die Gaskammern geschickt und dort getötet wurden. Wiesel und sein Vater wurden in das Konzentrationslager Buna-Monowitz geschickt, wo sie als Sklaven in einer Chemiefabrik arbeiten mussten.

1945 wurde Wiesel zusammen mit seinem Vater in das Konzentrationslager Buchenwald überstellt, wo sein Vater wenige Wochen vor der Befreiung des Lagers durch amerikanische Truppen an Hunger und Ruhr starb. Wiesel überlebte Buchenwald und wurde am 11. April 1945 befreit.

Wiesels Erfahrungen in den Konzentrationslagern hinterließen bei ihm ein tiefes Gefühl von Verlust und Trauer. Er war entschlossen, der Welt zu erzählen, was ihm und seinem Volk widerfahren war, und schwor, die Opfer niemals zu vergessen.

Nach dem Krieg emigrierte Wiesel in die Vereinigten Staaten, wo er 1955 die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt. Er studierte an der Sorbonne in Paris und schloss 1955 sein Philosophiestudium an der New York University ab. Er begann, über seine Erfahrungen in den Konzentrationslagern zu schreiben und sein erstes Buch, Night, wurde 1956 veröffentlicht.

„Night“ wurde zum Bestseller und wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Es ist zu einem der bedeutendsten Werke der Holocaust-Literatur geworden. Zu Wiesels weiteren Werken gehören „Die Stadt jenseits der Mauer“, „Die Tore des Waldes“ und „Ein Bettler in Jerusalem“.

Für seine Arbeit erhielt Wiesel zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter 1986 den Friedensnobelpreis. Außerdem wurde er mit der Presidential Medal of Freedom, der Congressional Gold Medal und der National Humanities Medal ausgezeichnet.

Wiesel war von 1976 bis zu seinem Tod Professor für Philosophie und Judaistik an der Boston University. Er war außerdem Gründungsmitglied des United States Holocaust Memorial Museum und fungierte von 1982 bis 1993 als dessen Vorsitzender.

Wiesel starb am 2. Juli 2016 im Alter von 87 Jahren. Er hinterlässt seine Frau Marion und seine beiden Söhne Shlomo und Elisha.

Drama

Related Categories