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Warum mag Holden Caulfield Erwachsene?

Holden Caulfield, der Protagonist von J.D. Salingers Roman „Der Fänger im Roggen“, hat im Allgemeinen eine negative Einstellung zu Erwachsenen. Er betrachtet sie als heuchlerisch, oberflächlich und unauthentisch und verspürt ein starkes Gefühl der Entfremdung und Desillusionierung gegenüber der Welt der Erwachsenen.

Holdens negative Wahrnehmung von Erwachsenen wird durch verschiedene Erfahrungen und Beobachtungen im gesamten Roman geprägt:

- Unechtheit:Holden kritisiert Erwachsene häufig als falsch und anmaßend und bezeichnet sie oft als „Schwindler“. Er hat das Gefühl, dass sie Masken tragen und so tun, als wären sie etwas, was sie nicht sind, und dass es ihnen an echten Emotionen und Motivationen mangelt.

- Gier und Korruption:Holden stößt bei Erwachsenen auf Fälle von Gier und Korruption. Er kritisiert die Finanzwelt, das Bildungssystem und die Unterhaltungsindustrie wegen ihrer materialistischen Werte und mangelnder Integrität.

- Heuchelei:Holden weist auf die Heuchelei von Erwachsenen hin, die moralische Werte predigen, während sie selbst fragwürdige Verhaltensweisen zeigen. Er kritisiert insbesondere ihre sexuelle Heuchelei und ihren Mangel an Authentizität beim Ausdruck von Gefühlen.

- Trennung von der Jugend:Holden spürt eine erhebliche Generationslücke zwischen ihm und den Erwachsenen. Er glaubt, dass Erwachsene den Kontakt zu ihren jugendlichen Idealen verloren haben und mit zunehmendem Alter abgestumpft und zynisch werden.

Holdens Verachtung für Erwachsene ist auch auf sein eigenes Gefühl der Desillusionierung und die Schwierigkeiten zurückzuführen, mit denen er bei der Bewältigung der Pubertät konfrontiert ist. Er fühlt sich von Erwachsenen missverstanden und sieht sie als nicht unterstützend und wertend an. Deshalb sehnt er sich oft nach einer einfacheren Zeit als Kind, in der ihm die Welt geradliniger und unschuldiger vorkam.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Holden auch in der Lage ist, die positiven Eigenschaften einiger Erwachsener anzuerkennen. Im Laufe des Romans trifft er auf einige Personen, wie zum Beispiel seinen Englischlehrer, Herrn Antolini, die ihm gegenüber aufrichtige Freundlichkeit und Verständnis zeigen. Diese Begegnungen geben ihm inmitten seiner negativen Wahrnehmung von Erwachsenen Momente der Hoffnung und der Verbindung.

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