1. Abschreckung: Der Kodex von Hammurabi sollte Menschen davon abhalten, Verbrechen zu begehen, indem er die Strafen sehr streng vorsah. Die Idee dahinter war, dass die Wahrscheinlichkeit geringer wäre, Straftaten zu begehen, wenn Menschen wüssten, dass ihnen bei Gesetzesverstößen schwerwiegende Konsequenzen wie Tod oder Verstümmelung drohen.
2. Vergeltung: Der Kodex von Hammurabi zielte auch darauf ab, begangene Verbrechen zu ahnden. Die Idee war, dass das Opfer oder die Familie des Opfers eine Bestrafung des Täters in einer Weise verdienten, die im Verhältnis zum Verbrechen stand. Dies wurde als eine Möglichkeit gesehen, die Gerechtigkeit wiederherzustellen und künftige Gewalttaten zu verhindern.
3. Soziale Kontrolle: Der Kodex von Hammurabi diente auch dazu, die soziale Kontrolle aufrechtzuerhalten. Durch die strenge Bestrafung von Kriminellen konnte die Regierung zeigen, dass sie die Kontrolle hatte und keine Kriminalität tolerierte. Dies trug dazu bei, Ordnung und Stabilität in der Gesellschaft aufrechtzuerhalten.
4. Kulturelle Werte: Der Kodex von Hammurabi spiegelt die kulturellen Werte des alten Mesopotamiens wider. Damals glaubte man, dass harte Strafen notwendig seien, um Ordnung und Gerechtigkeit aufrechtzuerhalten. Dies lag daran, dass das alte Mesopotamien eine gewalttätige Gesellschaft war und die Regierung stark sein musste, um die Kontrolle zu behalten.