Hier ist eine Aufschlüsselung, wie sich diese Besessenheit manifestiert:
* Angetrieben von Ehrgeiz: Victor wird von dem Wunsch getrieben, die Geheimnisse des Lebens zu lüften und seine Kollegen zu übertreffen. Er wird von seinem Ehrgeiz verzehrt und vernachlässigt seine persönlichen Beziehungen und ethischen Bedenken.
* Blind gegenüber Konsequenzen: Victors Besessenheit führt dazu, dass er die möglichen Konsequenzen seines Handelns ignoriert. Er berücksichtigt nicht die emotionalen und moralischen Implikationen der Erschaffung von Leben und konzentriert sich ausschließlich auf den wissenschaftlichen Triumph.
* Angst vor der Schöpfung: Sobald die Kreatur am Leben ist, wird Victor von Angst und Ekel überwältigt. Diese Angst wird zu einer weiteren Obsession, die ihn dazu treibt, seine Schöpfung aufzugeben, und letztendlich zu einem zerstörerischen Kreislauf aus Rache und Tragödie führt.
Während Victors Besessenheit im Mittelpunkt der Erzählung steht, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass auch andere Charaktere Formen der Besessenheit zeigen:
* Die Kreatur: Angetrieben von Einsamkeit, Isolation und dem Wunsch nach Akzeptanz ist das Geschöpf davon besessen, Verbindung und Verständnis zu suchen, was dazu führt, dass es sich an seinem Schöpfer rächt.
* Robert Walton: Angetrieben von seinem Ehrgeiz, die Arktis zu erkunden, ist er besessen davon, Ruhm zu erlangen und seine Kollegen zu übertreffen, was Victors anfängliche Beweggründe widerspiegelt.
Letztendlich untersucht Frankenstein die Gefahren unkontrollierten Ehrgeizes und die möglichen Konsequenzen des Strebens nach Wissen, ohne die ethischen und emotionalen Implikationen zu berücksichtigen. Der Roman legt nahe, dass Besessenheit zu Zerstörung und Leid führen kann, sowohl für den Einzelnen als auch für die Menschen in seiner Umgebung.