1. Annes interne Konflikte:
* Ihren Platz finden: Anne, eine Waise, kämpft ständig mit Gefühlen der Einsamkeit, Unsicherheit und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Es fällt ihr schwer, sich an die Erwartungen ihres neuen Zuhauses und ihrer neuen Gemeinschaft anzupassen.
* Kontrolle ihrer Fantasie: Anne hat eine lebhafte Fantasie, die sie oft in Schwierigkeiten bringt. Sie kämpft darum, ihre Impulsivität zu kontrollieren und lernt, wie wichtig es ist, nachzudenken, bevor man handelt.
* Sich ihren Fehlern stellen: Anne macht Fehler und schämt sich oft zutiefst dafür. Dieser Konflikt hilft ihr, aus ihren Fehlern zu lernen und Widerstandskraft zu entwickeln.
2. Annes Konflikte mit anderen:
* Diana und der Freundschaftskonflikt: Annes Freundschaft mit Diana Barry ist sowohl eine Quelle der Freude als auch der Frustration. Sie erleben Eifersucht, Missverständnisse und Meinungsverschiedenheiten, lernen aber letztendlich, miteinander zu kommunizieren und sich gegenseitig zu unterstützen.
* Der „missverstandene“ Konflikt: Annes Hang zur Übertreibung und ihr dramatisches Gespür führen oft zu Missverständnissen mit anderen. Dieser Konflikt unterstreicht die Bedeutung von Ehrlichkeit und klarer Kommunikation.
* Der Konflikt mit Gilbert Blythe: Anne und Gilbert führen eine komplexe Beziehung, die von Rivalität, Eifersucht und letztendlich gegenseitigem Respekt geprägt ist. Ihr Konflikt zwingt sie, sich ihren eigenen Vorurteilen zu stellen und als Individuen zu wachsen.
* Der Konflikt mit der Gemeinschaft: Annes einzigartige Persönlichkeit kollidiert mit den starren sozialen Normen ihrer Kleinstadt. Sie stellt die Erwartungen und Traditionen von Avonlea in Frage, was zu Konflikten und schließlich zur Akzeptanz führt.
3. Externe Konflikte:
* Der „Adoptivkind“-Konflikt: Annes erste Unterbringung bei Matthew und Marilla ist das Ergebnis eines Fehlers und sie steht vor der Ungewissheit, weggeschickt zu werden. Dieser Konflikt unterstreicht die Bedeutung von Familie und Zugehörigkeit.
* Der Konformitätskonflikt: Anne fällt es schwer, den Erwartungen ihrer Klassenkameraden und Lehrer gerecht zu werden, und sie rebelliert oft gegen die strengen Regeln und Traditionen des Schulsystems.
Es ist wichtig anzumerken, dass „Anne of Green Gables“ keine Geschichte ist, die von dramatischen Konflikten geprägt ist. Es geht vielmehr um das allmähliche Wachstum und die Entwicklung von Anne als junge Frau, die sich durch die Komplexität ihrer inneren und äußeren Welt bewegt. Die Konflikte dienen als Katalysatoren für Lernen, Selbstfindung und letztendlich Akzeptanz.