Hier ist eine Aufschlüsselung, wie Roberts Einfluss funktioniert:
* Anfänglicher Widerstand und Angst: Der Erzähler beginnt mit Vorurteilen und Angst gegenüber Robert, einem blinden Mann, den er nie getroffen hat. Er fühlt sich durch Roberts Anwesenheit in seiner Ehe bedroht und seine eigenen Ängste werden durch das Unbekannte noch verstärkt.
* Begegnung mit einer anderen Welt: Durch Robert wird der Erzähler einer Welt ausgesetzt, an die er nie gedacht hat. Roberts Blindheit zwingt den Erzähler, sich auf seine anderen Sinne und seine Vorstellungskraft zu verlassen. Er lernt, die Welt anders zu sehen, im wörtlichen und übertragenen Sinne.
* Verletzlichkeit annehmen: Als Robert dem Erzähler hilft, eine Kathedrale zu zeichnen, wird er verletzlicher und offener. Er lässt sich von Robert leiten, der eine andere Art verkörpert, die Welt zu erleben. Diese Verletzlichkeit ermöglicht es dem Erzähler, sich von seinen eigenen Beschränkungen zu befreien.
* Perspektivwechsel: Der Erzähler beginnt zu begreifen, dass seine eigenen vorgefassten Meinungen seine Wahrnehmung einschränkten. Er beginnt, die Welt mit mehr Einfühlungsvermögen und weniger Urteilsvermögen zu sehen.
* Eine neue Wertschätzung für seine Frau: Durch Roberts Anwesenheit gewinnt der Erzähler eine tiefere Wertschätzung für die Verbindung seiner Frau zu ihm und ihr Mitgefühl für Robert. Dies vertieft seine Liebe zu ihr und stärkt ihre Bindung.
Der Erzähler wird nicht unbedingt „selbstbewusster“ im herkömmlichen Sinne. Stattdessen gewinnt er eine neue Perspektive, ein größeres Bewusstsein für seine eigenen Grenzen und ein einfühlsameres Verständnis der Welt und der Menschen in ihr.
Bei Roberts Einfluss geht es letztendlich darum, Barrieren abzubauen, die Annahmen des Erzählers in Frage zu stellen und ihn für eine reichere, bedeutungsvollere Lebenserfahrung zu öffnen.