1. Loman: Der Nachname „Loman“ spielt auf den sich verschlechternden Zustand und das Gefühl des Versagens des Protagonisten an. Die Wurzel „niedrig“ deutet auf sein schwindendes Vermögen, seinen Status und sein Selbstwertgefühl hin. Es weist auch auf den „niedrigen Mann“ auf dem Totempfahl hin, was auf seine bescheidene Stellung in der Gesellschaft und seinen Kampf um Anerkennung und Erfolg schließen lässt.
2. Singleman: Dieser Nachname ist besonders symbolisch. „Single“ kann auf verschiedene Arten interpretiert werden:
- Isolierung :Willy Loman ist im Wesentlichen ein „Single-Mann“ in dem Sinne, dass er sich isoliert und allein fühlt, obwohl er von Familie und Kollegen umgeben ist.
- Unerfüllte Träume: Willys Leben bleibt unvollständig und unerfüllt. Er verwirklicht nie seinen Traum, ein erfolgreicher Verkäufer zu werden oder seiner Familie eine sichere Zukunft zu bieten. In diesem Sinne bleibt er eine „einzelne“ Einheit, die nicht in der Lage ist, ihr Potenzial voll zu entfalten oder auszuschöpfen.
3. Nebeneinanderstellung: Der Kontrast zwischen den Nachnamen „Loman“ und „Singleman“ unterstreicht die Dichotomie in Willys Leben. Er ist sowohl ein „niedriger Mann“, der um Erfolg kämpft, als auch ein „alleinstehender Mann“, der tiefe Isolation und mangelnde Erfüllung erlebt.
4. Ironie: Auch die Verwendung des Namens „Singleman“ ist ironisch. Was sein Familienleben betrifft, ist Willy Loman weit davon entfernt, ein alleinstehender Mann zu sein. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Allerdings führt er ein Leben, das von Einsamkeit, Entfremdung und dem eindringlichen Gefühl des Verlorenseins und der Bedeutungslosigkeit geprägt ist.
Durch die allegorische Verwendung dieser Namen unterstreicht Miller in „Der Tod eines Handlungsreisenden“ die Themen Desillusionierung, Scheitern und das Streben nach dem amerikanischen Traum und verleiht den Charakteren und der Gesamtbotschaft des Stücks Tiefe und Resonanz.