1. Konfrontation mit der Sterblichkeit :Die Szene versetzt das Publikum durch die beiläufigen Diskussionen der Totengräber über die Verwesung von Körpern und die Ausgrabung von Yoricks Schädel mit der Realität des Todes in Berührung. Hamlet wird in seiner Betrachtung des Schädels mit der Vergänglichkeit der menschlichen Existenz und der nivellierenden Wirkung des Todes konfrontiert, der alle gesellschaftlichen Unterscheidungen bedeutungslos macht.
2. Memento Mori :Der Schädel von Yorick, einst ein Hofnarr, erinnert deutlich an die Vergänglichkeit des Lebens und das letztendliche Schicksal, das alle Menschen erwartet, unabhängig von ihrem sozialen Status oder ihren Leistungen. Hamlet reflektiert den Kontrast zwischen Yoricks lebhafter Präsenz im Leben und dem Verfall seiner Überreste und bringt ihn dazu, über die Sinnlosigkeit menschlicher Bestrebungen nachzudenken.
3. Sterblichkeit und Wahnsinn :Der Dialog der Totengräber über Yoricks Beruf betont das Thema Tod zusätzlich. Ihre Diskussion über die Rolle eines Narren als jemand, der sich über die Torheiten der Lebenden lustig macht, macht die Absurdität menschlicher Bemühungen angesichts des Todes deutlich. Hamlets Abstieg in den Wahnsinn ist eng mit seiner Betrachtung der Sterblichkeit und den damit verbundenen existenziellen Fragen verbunden.
4. Kontrast zwischen Leben und Tod :Die Szene betont den Kontrast zwischen Leben und Tod, indem sie Hamlets philosophisches Grübeln über den Schädel mit dem erdigen Humor und der pragmatischen Sicht des Todes der Totengräber vergleicht. Dieser Kontrast zeigt die verschiedenen Arten, wie Menschen mit der Betrachtung der Sterblichkeit umgehen, von der philosophischen Untersuchung bis zur praktischen Akzeptanz.
5. Thema der Rache :Hamlets Monolog, während er den Schädel hält, lässt auch das zentrale Thema des Stücks, die Rache, ahnen. Er bringt seine Verachtung für die Korruption in der Welt zum Ausdruck, die seiner Meinung nach Vergeltung erfordert. Der Kontrast zwischen Yoricks harmlosem Schädel und den darauf folgenden Gewalttaten spiegelt die Auseinandersetzung des Stücks mit dem Tod und den Folgen der Suche nach Rache wider.
6. Universalität des Todes :Die Szene unterstreicht die Universalität des Todes, der alle betrifft, unabhängig von sozialer Stellung, Reichtum oder sozialem Status. Die Bemerkungen der Totengräber über die egalitäre Natur des Todes unterstützen dieses Thema zusätzlich und verdeutlichen, dass alle, vom König bis zum Bauern, das gleiche Schicksal erleiden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Szene mit den Totengräbern und Hamlets Entdeckung von Yoricks Schädel ein eindrucksvolles Beispiel für das Thema der Beschäftigung mit dem Tod im Stück darstellt. Es untersucht die existenziellen Fragen rund um die Sterblichkeit, die Sinnlosigkeit menschlicher Bemühungen und die unterschiedlichen Arten, wie Menschen mit ihrer eigenen Sterblichkeit umgehen. Die Szene trägt zur Charakterentwicklung von Hamlet bei und bereitet die Bühne für die Erkundung von Rache, Wahnsinn und der Unvermeidlichkeit des Todes im Stück.