1. Berufung des Ödipus-Urteils :Kreon appelliert zunächst an Ödipus‘ Ruf für Weisheit und Gerechtigkeit und sagt:„Du bist für deine Weisheit und Gerechtigkeit bekannt, und deshalb komme ich mit dieser Bitte zu dir.“ Dies erkennt die Autorität des Ödipus an, schmeichelt ihm und macht ihn empfänglicher für Kreons Worte.
2. Betonung der Verwandtschaft :Kreon macht darauf aufmerksam, dass Polyneikes trotz ihrer Entfremdung der Sohn des Ödipus ist. Er sagt:„Auch wenn er dir Unrecht getan hat, ist er immer noch dein Sohn, und gemäß den Natur- und Verwandtschaftsgesetzen hast du die Pflicht, seine Bitten zu hören.“ Dies erinnert Ödipus an seine väterlichen Pflichten und familiären Bindungen.
3. Die Reue des Polyneikes hervorheben :Kreon betont dann, dass Polyneikes seine vergangenen Taten bereue und bereit sei, Wiedergutmachung zu leisten. Er sagt:„Er kommt flehentlich, bekennt seine Fehler und bittet nur darum, gehört zu werden.“ Dadurch wird Polyneikes in einem sympathischeren Licht dargestellt und Ödipus‘ Zorn auf ihn gemildert.
4. Dringlichkeit und mögliche Konsequenzen :Kreon warnt Ödipus davor, dass die Weigerung, Polyneikes anzuhören, schwerwiegende Folgen haben könnte:„Wenn Sie ihn ablehnen, können Sie sich selbst, Ihrer Familie und der Stadt noch mehr Schaden zufügen.“ Dies erzeugt ein Gefühl der Dringlichkeit und legt nahe, dass es im besten Interesse von Ödipus liegt, zumindest zuzuhören, was Polyneikes zu sagen hat.
5. Appelle an Empathie und Mitgefühl :Schließlich appelliert Kreon an die Empathie und das Mitgefühl des Ödipus, indem er sagt:„Denken Sie an den Schmerz, den Sie empfinden würden, wenn Sie in der Lage von Polyneikes wären. Möchten Sie nicht, dass Ihr eigener Vater Sie anhört?“ Dies greift Ödipus‘ Sinn für Menschlichkeit auf und erinnert ihn daran, dass selbst diejenigen, die Fehler begangen haben, eine Chance verdienen, gehört zu werden.
Am Ende ist es die Kombination dieser Argumente, insbesondere die Betonung der Verwandtschaft und der möglichen Konsequenzen, die Ödipus davon überzeugt, sich anzuhören, was Polyneikes zu sagen hat.