Macbeth hat gerade von den Weird Sisters gehört, dass Banquos Nachkommen Könige werden werden, und er ist über diese Prophezeiung verärgert und beunruhigt. Er wird auch von den Schuldgefühlen und der Paranoia verfolgt, die der Mord an König Duncan mit sich bringt. In diesem Geisteszustand beschuldigt er Lady Macbeth, einen bösartigen und intriganten Geist voller böser Gedanken zu haben.
Der Satz „voller Skorpione ist dein Geist, liebe Frau“ ist ein metaphorischer Ausdruck. Skorpione sind für ihre giftigen Stiche bekannt und Macbeth verwendet diese Metapher, um die giftige und schädliche Natur von Lady Macbeths Gedanken und Absichten zu beschreiben. Er glaubt, dass ihr Geist voller böser Pläne und Wünsche ist, die genauso gefährlich und schädlich sind wie die Stiche von Skorpionen.
Durch diese Metapher drückt Macbeth seine Ernüchterung gegenüber Lady Macbeth aus. Zuvor hatte er sich bei ihrem Streben nach Macht auf ihre Unterstützung und Ermutigung verlassen, doch jetzt sieht er sie als Quelle von Ärger und Gefahr. Er hat das Gefühl, dass sie von ihrem eigenen Ehrgeiz und ihrer Rücksichtslosigkeit verzehrt wird, und er fürchtet die Konsequenzen ihres Handelns.
Die Verwendung des Wortes „Lieber“ in dieser Zeile fügt ein Element der Ironie hinzu. Macbeth spricht seine Frau mit „lieb“ an, doch sein Ton ist alles andere als liebevoll. Es ist eine bittere und sarkastische Bemerkung, die die Verschlechterung ihrer Beziehung und die wachsende Distanz zwischen ihnen hervorhebt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Macbeth, wenn er sagt:„Ihr Geist ist voller Skorpione, liebe Frau“, ihr vorwirft, einen böswilligen und intriganten Geist zu haben, der von bösen Gedanken und Absichten erfüllt ist. Er sieht sie als Quelle von Gefahr und Ärger, und die Metapher der Skorpione spiegelt seine Überzeugung wider, dass ihre Gedanken giftig und schädlich sind.