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Was ist ein Secco-Rezitativ?

Im Kontext der westlichen klassischen Musik ist ein Secco-Rezitativ eine Art Rezitativ, das ohne die Unterstützung eines Bass-Continuos (einer Akkordbegleitung) aufgeführt wird. Im Gegensatz zum Accompagnato-Rezitativ, das ein begleitendes Akkordinstrument (z. B. Cembalo) hat, wechselt das Secco-Rezitativ einfach zwischen einer einzelnen, unbegleiteten Gesangslinie und kurzen gesprochenen Phrasen mit akkordischer Unterstützung.

Secco-Rezitative werden häufig in barocken Opern und Oratorien eingesetzt, wo sie als eine Art musikalische Kurzschrift dienen, um die Erzählung oder den Dialog zwischen den Charakteren der dargestellten Geschichte zu vermitteln. Sie kommen auch häufig in der geistlichen Chormusik vor, beispielsweise in Bachs Passionen.

Secco-Rezitative legen naturgemäß größeren Wert auf die Wiedergabe und Klarheit des Textes und ermöglichen so eine dramatischere Interpretation und eine direkte Kommunikation mit dem Publikum. Die Gesangslinie im Secco-Rezitativ folgt oft dem natürlichen Rhythmus und der Intonation der Sprache, ahmt den Rhythmus der natürlichen Sprache nach und betont die Bedeutung des Textes.

Secco-Rezitative erfordern vom Interpreten technisches Geschick und einen schnellen Wechsel zwischen gesungenen und gesprochenen Phrasen, oft begleitet von dramatischen Gesten oder Aktionen auf der Bühne. Diese Fließfähigkeit macht Secco-Rezitative zu einem wichtigen Teil des Erzählprozesses und lässt das Drama und die Emotionen des Augenblicks durchscheinen.

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