Imitativer Kontrapunkt ist ein gemeinsames Merkmal der Renaissance- und Barockmusik und findet sich in einer Vielzahl von Genres, einschließlich Vokal- und Instrumentalmusik. Zu den bekanntesten Beispielen imitativer Kontrapunkt gehören die Eröffnung von Johann Sebastian Bachs Brandenburgischem Konzert Nr. 3 in G-Dur und die Fuge aus seinem Wohltemperierten Klavier, Buch 1, in C-Dur.
Imitativer Kontrapunkt ist eine vielseitige Technik, die verwendet werden kann, um ein Gefühl der Einheit und Kohärenz innerhalb einer Musikkomposition zu erzeugen. Es kann auch verwendet werden, um ein Gefühl von Bewegung und Entwicklung zu erzeugen, da die Vor- und Folgelinien miteinander harmonieren.
Hier ist ein Beispiel für einen imitativen Kontrapunkt in einem einfachen zweistimmigen Satz. Der Antezedens wird von der Oberstimme gespielt, der Konsequenzsatz von der Unterstimme.
Vorgeschichte:
C D E F G A B C
Konsequenz:
G A B C D E F G
Wie Sie sehen können, ist die Konsequenz eine exakte Wiederholung des Antezedens, außer dass sie auf einer anderen Tonhöhe beginnt. Diese Art des nachahmenden Kontrapunkts wird als strikte Nachahmung bezeichnet.
Imitativer Kontrapunkt kann eine komplexe und herausfordernde Kompositionstechnik sein, aber sie ist auch eine sehr lohnende. Durch den Einsatz imitativer Kontrapunkte können Komponisten Musik schaffen, die sowohl schön als auch strukturell solide ist.