Hector Berlioz (1803-1869):
- Berlioz war ein französischer Komponist der Romantik, der für seine dramatischen und ausdrucksstarken Orchesterwerke bekannt war. Er nutzte die Stille als wirkungsvolles Mittel, um in seinen Kompositionen dramatische Spannung und emotionale Wirkung zu erzeugen.
- In seinen Kompositionen nutzte Berlioz oft Stille, um laute, energiegeladene Passagen zu kontrastieren, wichtige Momente hervorzuheben oder ein Gefühl der Vorfreude oder Spannung zu erzeugen.
- Beispielsweise nutzt Berlioz in seiner „Symphonie Fantastique“ die Stille, um im Satz „Marsch zum Schafott“ eine eindringliche Atmosphäre zu schaffen, wo die Stille vor dem letzten Schlag den bevorstehenden Tod des Protagonisten symbolisiert.
Georges Bizet (1838-1875):
- Bizet war ein französischer Komponist, der für seine Opern und Orchestermusik bekannt war. Er nutzte die Stille mit Subtilität und Präzision, um musikalisches Drama und emotionale Tiefe zu schaffen.
- Bizet nutzte oft Stille, um entscheidende Momente in seinen Opern hervorzuheben, beispielsweise während Pausen vor einer wichtigen Arie oder einem wichtigen Dialog.
- In seiner berühmten Oper „Carmen“ nutzt Bizet Stille, um intensive emotionale Momente hervorzuheben, wie Carmens tragischen Tod am Ende der Oper.
Béla Bartók (1881-1945):
- Bartók war ein ungarischer Komponist und Ethnomusikologe, der für seine Auseinandersetzung mit Volksmusik und avantgardistischen Techniken bekannt war. Stille spielte in Bartóks Kompositionen eine wesentliche Rolle.
- Er integrierte Stille als wesentliches Element in seine Musik, um ein Gefühl von Raum, Kontemplation und Atmosphäre zu vermitteln.
- In Werken wie „Musik für Streicher, Schlagzeug und Celesta“ nutzt Bartók die Stille, um Momente des Kontrasts, der Spannung und der meditativen Reflexion zu schaffen und seinen Kompositionen Tiefe und Komplexität zu verleihen.