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Wie haben Macbeth und Lady bis zum Ende des Spiels die Rollen vertauscht?

Zunächst wird Macbeth von Lady Macbeth mit den berühmten Worten „Wenn du es wagst, dann warst du ein Mann“ dazu angestachelt, das Verbrechen zu begehen. Sie ist energisch und scheint ehrgeiziger und rücksichtsloser zu sein als ihr Ehemann. Allerdings leidet Macbeth nach den Morden unter starken psychischen Qualen und beginnt, sich geistig und emotional zu lösen. Er wird von Visionen und Ängsten heimgesucht und gerät in den Wahnsinn.

Im Verlauf des Stücks sehen wir, wie Lady Macbeth eine eher passive Rolle einnimmt. Sie wird zurückgezogen und von Schuldgefühlen geplagt, und sie ist nicht in der Lage, den durch ihre Handlungen verursachten seelischen Qualen zu entkommen. Sie verfällt schließlich dem Wahnsinn und stirbt.

Am Ende des Stücks sind die Rollen von Macbeth und Lady Macbeth völlig vertauscht. Macbeth ist zu einem schwachen und unentschlossenen Mann geworden, während Lady Macbeth zu einer Hülle ihres früheren Selbst geworden ist. Diese Umkehrung unterstreicht die zerstörerische Kraft von Schuldgefühlen und Ehrgeiz und dient als warnendes Beispiel für die Gefahren des Strebens nach Macht um jeden Preis.

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