Mitglied des Komitees für Stil: Jay war Mitglied des Committee of Style, einem dreiköpfigen Ausschuss, der für die Ausarbeitung der endgültigen Fassung der Verfassung verantwortlich war. Dazu gehörten die Bearbeitung des Textes, die Sicherstellung einer einheitlichen Sprache und die Formatierung des Dokuments. Durch die Arbeit des Ausschusses wurden das Wesen und die Bedeutung der Verfassung gewahrt und gleichzeitig ihre Lesbarkeit und Struktur verbessert.
Befürworter der Verfassung: Jay spielte als Föderalist eine entscheidende Rolle bei der Förderung und Verteidigung der vorgeschlagenen Verfassung während der Ratifizierungsdebatten. Er war Co-Autor von „The Federalist Papers“ unter dem Pseudonym „Publius“ und verfasste zusammen mit Alexander Hamilton und James Madison 85 Aufsätze, in denen er die Ratifizierung der Verfassung erläuterte und befürwortete und dabei auf verschiedene Bedenken und Einwände der Antiföderalisten einging. Diese Aufsätze gelten immer noch als einflussreich für die Gestaltung des amerikanischen Verfassungsdenkens und der Verfassungsdebatte.
Vertrag von Paris und Jays Vertrag: Vor seiner Ernennung zum Obersten Richter war Jay der erste Außenminister des Konföderationskongresses und wurde später damit beauftragt, den Vertrag von Paris (1783) mit Großbritannien auszuhandeln, der den Unabhängigkeitskrieg beendete. Er handelte auch den umstrittenen Jay's-Vertrag im Jahr 1794 aus, der die Beilegung von Handels- und Grenzstreitigkeiten mit Großbritannien zum Ziel hatte und zum Abbau der Spannungen zwischen den beiden Nationen beitrug.
Insgesamt machten John Jays Beiträge zur Verfassung durch seine Rolle als Oberster Richter, seine Mitgliedschaft im Committee of Style, sein Eintreten als Föderalist, seine Beteiligung an wichtigen Verträgen und sein Engagement für die Rechtsstaatlichkeit ihn zu einer einflussreichen Persönlichkeit in der Verfassung Frühgeschichte der Vereinigten Staaten.