Miller schrieb das Stück in einer Zeit erhöhter Angst und Furcht vor dem Einfluss des Kommunismus in der amerikanischen Gesellschaft. Die aggressiven antikommunistischen Anhörungen von Senator Joseph McCarthy führten dazu, dass viele unschuldige Personen ohne ausreichende Beweise fälschlicherweise beschuldigt wurden, kommunistische Sympathisanten zu sein.
Miller zog Parallelen zwischen den Hexenprozessen in Salem, bei denen Anschuldigungen auf der Grundlage fadenscheiniger Beweise schnell das Leben unschuldiger Menschen ruinierten, und den grassierenden Anschuldigungen und Schuldgefühlen, die die McCarthy-Ära kennzeichneten. Sein Ziel war es, die Öffentlichkeit vor den Gefahren ungezügelter Macht, Massenhysterie und der Zerbrechlichkeit der Wahrheit angesichts der Angst zu warnen.
Mit „The Crucible“ wollte Miller die Bedeutung von kritischem Denken, einem ordnungsgemäßen Verfahren und der Notwendigkeit der Vorsicht vor der Urteilsbildung hervorheben. Er betonte, dass Gesellschaften beim Schutz der individuellen Freiheiten und beim Schutz vor der Erosion demokratischer Grundsätze wachsam sein müssen.