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In welcher Beziehung steht der Roman von Mary Shelley zum Briefroman?

Mary Shelleys „Frankenstein“ ist kein Briefroman.

Ein Briefroman ist ein Roman, der vollständig in Form von Briefen, Tagebucheinträgen oder anderen Dokumenten verfasst ist. Während *Frankenstein* einige Elemente des Briefstils enthält, wird es nicht hauptsächlich durch Briefe erzählt.

So verwendet *Frankenstein* Briefelemente:

* Die Rahmengeschichte: Der Roman beginnt damit, dass Robert Walton Briefe an seine Schwester schreibt, die die Haupterzählung von Victor Frankensteins Erschaffung des Monsters bilden.

* Victors Erzählung: Der Großteil der Geschichte wird durch Victors Ich-Erzählung erzählt, und er schreibt seine Erfahrungen und Gedanken oft in Tagebucheinträgen nieder.

* Die Erzählung des Monsters: In einem Abschnitt gegen Ende des Romans erzählt das Monster seine Erlebnisse in einem Brief an Victor.

Allerdings enthält *Frankenstein* auch umfangreiche Erzählabschnitte, die keinen Briefcharakter haben. Der Roman geht über die Grenzen des Briefformats hinaus und erforscht die philosophischen und psychologischen Themen Schöpfung, Verantwortung und die Natur der Menschheit.

Daher enthält *Frankenstein* zwar Elemente des Briefstils, geht aber letztendlich darüber hinaus. Der Roman lässt sich am besten als Gothic-Roman kategorisieren mit Elementen der Rahmenhandlung Ich-Erzählung und Briefschrift.

Literatur

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