Argumente für Arthurs Existenz:
* Der historische Kontext: Die Zeit, in der Arthur gelebt haben soll (5. und 6. Jahrhundert n. Chr.), war eine Zeit großer Umwälzungen in Großbritannien, mit dem Rückzug der Römer und der Ankunft germanischer Stämme. Dies macht die Existenz eines mächtigen Anführers wie Arthur plausibel.
* Die „Historia Brittonum“ und die „Annales Cambriae“: Diese frühen walisischen Texte erwähnen eine Figur namens Arthur, obwohl ihre Berichte kurz sind und es an spezifischen Details mangelt.
* Archäologische Beweise: Einige archäologische Stätten in Großbritannien, wie zum Beispiel Tintagel Castle, sind mit Artuslegenden verbunden.
Argumente gegen Arthurs Existenz:
* Mangel an zeitgenössischen Berichten: In keiner zeitgenössischen römischen oder angelsächsischen Quelle wird Arthur erwähnt.
* Widersprüchliche Konten: Verschiedene Versionen der Artuslegenden widersprechen einander, was darauf hindeutet, dass sie eher auf Folklore als auf historischen Fakten beruhten.
* Die Figur „König Artus“ könnte aus mehreren historischen Figuren oder Legenden zusammengesetzt sein.
Schlussfolgerung:
Obwohl die Möglichkeit eines historischen Arthur nicht völlig ausgeschlossen werden kann, gibt es keine schlüssigen Beweise, die seine Existenz bestätigen. Es ist wahrscheinlich, dass die Legende von König Artus eine Kombination aus historischen Elementen, Folklore und fantasievollem Geschichtenerzählen ist, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat.
Es ist wichtig, sich daran zu erinnern:
* Die Artuslegenden sind reich an Symbolen und wurden im Laufe der Geschichte auf unterschiedliche Weise interpretiert.
* Die Legende von König Artus inspiriert und fasziniert auch heute noch Menschen mit ihren Themen Ritterlichkeit, Ehre und der Suche nach dem Heiligen Gral.