Hier ist der Grund:
* Frühe Anti-Sklaverei-Befürwortung: Seward war ein prominentes Mitglied der Anti-Slavery Society in New York und seit seiner frühen politischen Karriere ein lautstarker Gegner der Sklaverei. Er hielt es für ein moralisches Übel und eine Bedrohung für die amerikanische Demokratie.
* Rede „Unbändiger Konflikt“: In seiner berühmten Rede „Unbändiger Konflikt“ aus dem Jahr 1858 erklärte er, dass Sklaverei und Freiheit grundsätzlich unvereinbar seien, und bereitete damit den Grundstein für den Bürgerkrieg.
* Senator und Außenminister: Als US-Senator war Seward eine führende Stimme der Republikanischen Partei und ihrer Anti-Sklaverei-Agenda. Er unterstützte die Aufhebung des Kansas-Nebraska Act und half bei der Verabschiedung des 13. Verfassungszusatzes, der die Sklaverei offiziell abschaffte. Als Außenminister unter Präsident Lincoln verhandelte Seward über den Kauf Alaskas, ein Schritt, der seiner Ansicht nach zur Ausweitung der Freiheit beitrug.
* Unterstützung für die Emanzipation: Seward war ein starker Befürworter der Emanzipationserklärung und sah darin einen entscheidenden Schritt zur Beendigung der Sklaverei und zur Sicherung des Sieges der Union.
Während Sewards persönliche Ansichten zur Sklaverei klar waren, stießen seine Handlungen und Richtlinien manchmal auf Kritik. Einige Historiker argumentieren, dass seine Betonung der nationalen Einheit und seine Kompromissbereitschaft mit Sklavenhaltern zeitweise die Abschaffung der Sklaverei behinderten.
Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass William Henry Seward ein engagierter Abolitionist war, der eine bedeutende Rolle im Kampf gegen die Sklaverei spielte. Seine Beiträge für die Sache sind eng mit der Geschichte der Vereinigten Staaten verknüpft.