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Was forderten die Schriften von Sir Thomas Morus und Desiderius Erasmus?

Sir Thomas More und Desiderius Erasmus waren Humanisten der Renaissance, die ausführlich über eine Reihe von Themen schrieben, ihre Werke forderten jedoch vor allem Folgendes:

1. Reform der Kirche:

* Erasmus: Seine Schriften, insbesondere „Praise of Folly“, kritisierten die Korruption und Missbräuche innerhalb der katholischen Kirche und forderten eine Rückkehr zu den ursprünglichen Lehren des Christentums. Er betonte die Bedeutung von Bildung, Wissenschaft und einer kritischeren Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift.

* Mehr: In „Utopia“ stellte er eine fiktive Gesellschaft vor, die viele Praktiken der Kirche ablehnte und soziale Gerechtigkeit, Toleranz und die Bedeutung von Bildung betonte. Er schrieb auch „A Dialogue Concerning Heresies“, in dem er sich für die Bedeutung offener Diskussionen und Debatten innerhalb der Kirche aussprach.

2. Eine Rückkehr zur klassischen Lehre und Philosophie:

* Erasmus: Als renommierter Gelehrter der griechischen und lateinischen Sprache förderte er das Studium der klassischen Literatur und betonte deren Potenzial für moralische und intellektuelle Verbesserung. Er verfasste kritische Ausgaben des Neuen Testaments und anderer Texte und glaubte, dass ein tieferes Verständnis des antiken Wissens zu einer aufgeklärteren Gesellschaft führen könnte.

* Mehr: Er war auch ein erfahrener Gelehrter der klassischen Sprachen und Literatur, und seine Schriften spiegelten seine umfassenden Kenntnisse der klassischen Philosophie wider. Er betrachtete klassisches Lernen als einen Weg, Tugend und Weisheit zu kultivieren.

3. Eine menschlichere und gerechtere Gesellschaft:

* Erasmus: Obwohl er nicht ausdrücklich zu politischen Reformen aufrief, deuteten seine Schriften den Wunsch nach einer gerechteren Gesellschaft an. Er setzte sich für Frieden, Toleranz und die Bedeutung von Verständnis und Empathie ein.

* Mehr: In „Utopia“ präsentierte er einen Entwurf für eine Gesellschaft, die auf Vernunft, Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit basiert. Er plädierte für eine Politik, die das Wohlergehen aller Bürger, einschließlich der Armen und Ausgegrenzten, fördern würde.

4. Die Macht der Vernunft und Bildung:

* Sowohl More als auch Erasmus: Sie betonten die Bedeutung von Vernunft und Bildung für die Erzielung individueller und gesellschaftlicher Verbesserungen. Sie glaubten, dass Bildung zu einer tugendhafteren und aufgeklärteren Gesellschaft führen könnte, frei von Vorurteilen und Aberglauben.

Es ist wichtig anzumerken, dass sowohl More als auch Erasmus zwar gemeinsame Ziele hatten, es aber auch Unterschiede gab. Erasmus konzentrierte sich mehr auf die Reform der Kirche von innen heraus, während Morus den bestehenden Strukturen kritischer gegenüberstand und sich für radikalere Veränderungen einsetzte. Ihre Arbeiten sind auch heute noch relevant, da sie Einblicke in die Herausforderungen und Chancen der Reform von Institutionen, der Förderung von Bildung und dem Streben nach einer gerechteren und menschlicheren Gesellschaft geben.

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