Argumente für den Widerstand:
* Eingeschränkte Rollen: Wayne war für seine Western bekannt, die oft eine romantisierte, von Weißen dominierte Vergangenheit darstellten. Für schwarze Schauspieler gab es in diesen Filmen nur wenige Möglichkeiten.
* Soziale Normen: Während Waynes Karriere war die Rassentrennung tief in der amerikanischen Gesellschaft verankert. Obwohl es nicht seine persönlichen Ansichten widerspiegelte, beeinflusste es die Hollywood-Landschaft.
* Persönliche Aussagen: Im Jahr 1971 machte Wayne während eines Playboy-Interviews kontroverse Bemerkungen über schwarze Schauspieler und sagte:„Ich glaube an die Vorherrschaft der Weißen, bis die Schwarzen so weit erzogen sind, dass sie für ihre Handlungen verantwortlich sein können.“ Dieser Kommentar deutete zwar nicht unbedingt auf konsequentes Verhalten hin, schürte aber Rassismusvorwürfe.
Argumente gegen Widerstand:
* Gemeinschaftliche Arbeit: Wayne arbeitete mit Schauspielern verschiedener Ethnien zusammen, darunter auch mit afroamerikanischen Schauspielern wie Woody Strode in „The Searchers“ (1956).
* Unterstützung für schwarze Schauspieler: Einige argumentieren, dass Waynes Ausschluss schwarzer Schauspieler in seinen Westernfilmen auf die dem Genre innewohnenden Beschränkungen und nicht auf persönliche Vorurteile zurückzuführen sei. Er unterstützte auch die Bemühungen schwarzer Schauspieler, in Hollywood prominentere Rollen zu bekommen.
* Änderung der Einstellungen: Waynes Ansichten haben sich möglicherweise im Laufe der Zeit weiterentwickelt, als sich die gesellschaftliche Einstellung veränderte.
Schlussfolgerung:
Es ist schwierig, John Wayne definitiv als Rassisten oder überzeugten Befürworter der Integration zu bezeichnen. Seine Handlungen und Aussagen lassen auf ein komplexes und differenziertes Verständnis der Rasse in Hollywood schließen.
Es ist wichtig, den historischen Kontext zu berücksichtigen und zu erkennen, dass seine Ansichten möglicherweise die gesellschaftlichen Normen der Zeit widerspiegelten. Seine kontroversen Äußerungen sind jedoch nach wie vor ein Zeichen seiner Komplexität und des sich entwickelnden Verständnisses von Rassengleichheit in der Unterhaltungsindustrie.