Hier ist eine Aufschlüsselung seiner Beweggründe:
* Für das Unpopuläre eintreten: Als Durand-Ruel in den 1870er Jahren begann, impressionistische Werke zu sammeln, galten sie als schockierend und revolutionär. Galerien wollten sie nicht anfassen, Kritiker beschimpften sie und die Öffentlichkeit ignorierte sie weitgehend. Er glaubte an ihren künstlerischen Wert und erkannte ihr Potenzial, auch als es sonst niemand wusste.
* Finanzielles Risiko: Die Eröffnung privater Galerien ermöglichte ihm die vollständige Kontrolle darüber, welche Künstler er ausstellte und welche Preise er festlegte. Er konnte seine Werke direkt an Sammler verkaufen und so die etablierte Kunstwelt umgehen, die sich dem Impressionismus widersetzte. Dies stellte ein großes finanzielles Risiko dar, da die Bewegung zu diesem Zeitpunkt kommerziell nicht erfolgreich war.
* Aufbau eines Marktes: Durch die Präsentation impressionistischer Gemälde und Skulpturen in seinen Galerien machte er sie einem breiteren Publikum bekannt und weckte die Wertschätzung für ihren einzigartigen Stil. Er veranstaltete zahlreiche Ausstellungen in Paris und London und baute geduldig einen Markt für diese Kunst auf.
* Förderung einzelner Künstler: Durand-Ruel interessierte sich nicht nur für den Impressionismus als Bewegung; Er war begeistert von den einzelnen beteiligten Künstlern. Er wurde ein engagierter Unterstützer von Künstlern wie Monet, Renoir, Degas und Manet und setzte sich dafür ein, ihre finanzielle Sicherheit zu sichern und ihre Karrieren zu fördern.
Es ging nicht nur darum, eine Galerie einzurichten. Es ging darum, seine Galerien als Plattformen zu nutzen, um für eine neue künstlerische Bewegung zu kämpfen und sich ihren Platz in der Geschichte zu sichern. Seine Vision und sein Engagement führten letztendlich zur Anerkennung und Wertschätzung des Impressionismus und ebneten den Weg für sein bleibendes Erbe.