Ereignis, das zum Verschwinden führt:
In den frühen Morgenstunden des 8. November 1974 soll Lord Lucan, auch bekannt als Richard John Bingham, 7. Earl of Lucan, die Nanny seiner Kinder, Sandra Rivett, im Haus seiner Familie in London angegriffen und verletzt haben. Rivett erlag später ihren Verletzungen und Lord Lucan wurde zum Hauptverdächtigen ihres Mordes.
Verschwindenlassen und Ermittlungen:
Nach dem Vorfall verschwand Lord Lucan plötzlich, was eine intensive Untersuchung durch Scotland Yard auslöste. Es wurde eine landesweite Suchaktion eingeleitet, die auch eine umfassende Untersuchung seines Fahrzeugs umfasste, das verlassen in der Nähe des Hauses der Familie gefunden wurde. Von Lord Lucan fehlte jedoch jede Spur.
Sichtungen und Gerüchte:
Im Laufe der Jahre wurden weltweit verschiedene Sichtungen von Lord Lucan gemeldet, aber keine davon konnte schlüssig bestätigt werden. Diese angeblichen Sichtungen fanden unter anderem in Ländern wie Südafrika, Australien und Portugal statt. Zahlreiche Theorien sind aufgetaucht, etwa, dass er möglicherweise Zuflucht bei einer religiösen Sekte suchte oder sogar seinen Tod vortäuschte.
Für offiziell tot erklärt:
Im Jahr 1999 erklärte der Oberste Gerichtshof Lord Lucan nach einer umfassenden Prüfung des Falles und trotz Abwesenheit einer Leiche für tot. Diese Entscheidung ermöglichte es seinem Sohn, den Lucan-Titel und den Nachlass zu erben.
Offene Untersuchungen:
Obwohl das Verschwinden von Lord Lucan weiterhin ungelöst ist, sind die Ermittlungen zum Mord an Rivett noch nicht abgeschlossen, und die Ermittler erhalten und prüfen weiterhin alle relevanten Informationen, die Aufschluss über den Fall geben könnten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Aufenthaltsort von Lord Lucan immer noch unbekannt ist und die Umstände seines Verschwindens weiterhin rätselhaft sind. Mit der Zeit ist es immer schwieriger geworden, den Fall endgültig aufzuklären, aber die Ermittlungen bleiben in der Hoffnung, die Wahrheit ans Licht zu bringen, aktiv.