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Welche Art von Gemälden hat John Everett Millais gemacht?

John Everett Millais war eine prominente Persönlichkeit der Präraffaeliten-Bruderschaft, einer Gruppe von Künstlern, die versuchten, die Details und den Naturalismus der frühen italienischen Renaissance-Malerei wiederzubeleben. Hier ist eine Aufschlüsselung seiner bemerkenswertesten Werke:

Themen und Stile:

* Präraffaelitischer Realismus: Millais‘ frühes Werk zeichnete sich durch äußerst detaillierte und realistische Darstellungen aus, die sich oft auf biblische, mythologische und literarische Themen konzentrierten. Er verwendete leuchtende Farben und eine sorgfältige Pinselführung, um ein Gefühl von Unmittelbarkeit und emotionaler Tiefe zu erzeugen.

* Viktorianische Romantik: Später in seiner Karriere entwickelte sich Millais‘ Stil weiter und beinhaltete Elemente der viktorianischen Romantik. Er begann, sich mehr auf Themen wie Liebe, Verlust und soziale Kommentare zu konzentrieren, wobei er häufig idealisierte Szenen des Alltagslebens und der Natur darstellte.

* Porträt: Millais war auch ein produktiver Porträtist, der dafür bekannt war, die Ähnlichkeit und den Charakter seiner Dargestellten mit großer Genauigkeit und Sensibilität einzufangen.

Spezifische Werke:

* „Christus im Haus seiner Eltern“ (1850): Dieses umstrittene Gemälde, das Jesus als kleinen Jungen zeigt, der in einer Tischlerei arbeitet, ist ein Beispiel für den präraffaelitischen Stil von Millais. Es zeichnet sich durch realistische Details und ein Gefühl emotionaler Dramatik aus.

* "Ophelia" (1852): Eines der berühmtesten Werke von Millais, das Ophelia, die tragische Heldin aus Shakespeares Hamlet, zeigt, wie sie leblos in einem Bach schwimmt. Es ist ein Meisterwerk des präraffaelitischen Realismus mit seinen komplexen Details und seiner melancholischen Schönheit.

* „The Order of Release“ (1853): Dieses Gemälde zeigt eine Szene aus Charles Dickens‘ Roman „Little Dorrit“ mit einer ergreifenden Darstellung einer jungen Frau, die auf ihre Entlassung aus dem Gefängnis wartet.

* „Das blinde Mädchen“ (1856): Eine zarte und bewegende Szene eines blinden Mädchens, das ihren Großvater durch ein Feld voller Wildblumen führt und die Schönheit der Natur und die menschliche Verbindung hervorhebt.

* „The Boyhood of Raleigh“ (1870): Eine romantische Darstellung von Sir Walter Raleigh als kleiner Junge, der die Neue Welt erkundet. Es spiegelt Millais‘ spätere Tendenz zu historischen Themen und großen Erzählungen wider.

Vermächtnis:

Millais‘ Werk hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die viktorianische Kunst, trug zur Etablierung der präraffaelitischen Ästhetik bei und beeinflusste viele nachfolgende Künstler. Er gilt als einer der bedeutendsten britischen Maler des 19. Jahrhunderts und ist bekannt für seine Detailgenauigkeit, seine emotionale Tiefe und seine Fähigkeit, den Zeitgeist einzufangen.

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