Auf Wasserbasis:
* Gondeln: Diese eleganten, ikonischen Boote dienten dem persönlichen Transport und waren oft mit aufwendigen Dekorationen geschmückt. Sie waren vor allem für romantische Ausflüge beliebt und wurden auch für den öffentlichen Nahverkehr genutzt.
* Tragettos: Dabei handelte es sich um kleine Fähren mit flachem Boden, die Passagiere über die Kanäle beförderten. Sie waren eine übliche und kostengünstige Möglichkeit für die Menschen, sich in der Stadt fortzubewegen.
* Barche: Dies war eine allgemeine Bezeichnung für verschiedene Bootstypen, darunter Frachtboote, Passagierboote und Fischerboote.
* Galeasse: Dabei handelte es sich um große Kriegsschiffe, die häufig von der venezianischen Marine zum Transport von Gütern über große Entfernungen eingesetzt wurden.
* Bucentaur: Dies war eine zeremonielle Staatsgaleere, die der Doge von Venedig für wichtige Anlässe nutzte, darunter die jährliche Zeremonie „Hochzeit des Meeres“.
Landbasiert:
* Gehen: Dies war die häufigste Art, sich in der Stadt fortzubewegen, insbesondere für kürzere Strecken innerhalb von Stadtteilen.
* Pferde und Kutschen: Diese wurden für längere Fahrten und zum Transport von Gütern eingesetzt. Ihre Nutzung war jedoch aufgrund der engen Straßen und des Platzmangels für große Fahrzeuge begrenzt.
Interessante Hinweise:
* Brücken: Venedig verfügte über eine begrenzte Anzahl von Brücken, wobei die Rialtobrücke die berühmteste war. Dies unterstreicht die Abhängigkeit vom Transport auf dem Wasser zusätzlich.
* Öffentliche Verkehrsmittel: Die venezianische Regierung kontrollierte das öffentliche Verkehrssystem, wobei die Fahrpreise vom Staat festgelegt wurden. Dies war ein bedeutender Schritt hin zu einem besser organisierten und effizienteren System.
Die Abhängigkeit vom Wassertransport prägte den einzigartigen Charakter Venedigs während der Renaissance und machte es zu einer Stadt wie keine andere. Die Kanäle wurden nicht nur zu Verkehrsadern, sondern auch zu einem wichtigen Bestandteil des sozialen und kulturellen Lebens.