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Wie ist Ismene-Folie?

In der griechischen Literatur ist eine Folie eine literarische Figur, die sich von einer anderen Figur abhebt, um deren Qualitäten hervorzuheben oder einen Konflikt zu erzeugen. In Sophokles‘ Stück „Antigone“ fungiert Ismene als Kontrast zu ihrer Schwester Antigone, bietet eine kontrastierende Perspektive und unterstreicht Antigones Charakterstärke, Entschlossenheit und Pflichtbewusstsein. Ismene zeichnet sich durch Vorsicht, Praktikabilität und den Wunsch aus, sich an gesellschaftliche Normen anzupassen, während Antigone bereit ist, sich der Autorität zu widersetzen und ihr Leben zu riskieren, um ihre moralischen Überzeugungen aufrechtzuerhalten. Hier sind einige Möglichkeiten, wie Ismene als Kontrast zu Antigone fungiert:

1. Vorsicht vs. Trotz: Ismene fordert Antigone auf, vorsichtig zu sein und Kreons Befehl, Polyneikes zu begraben, nicht zu missachten. Sie ist besorgt über die Konsequenzen und die mögliche Bestrafung und gibt der Sicherheit Vorrang vor Prinzipien. Im Gegensatz dazu ist Antigone bereit, alles zu riskieren, um ihrem Bruder ein ordnungsgemäßes Begräbnis zu ermöglichen, und demonstriert damit ihr unerschütterliches Pflichtbewusstsein und die Einhaltung religiöser Bräuche.

2. Konformität vs. Individualismus: Ismene repräsentiert die Neigung, gesellschaftlichen Normen und Erwartungen zu folgen. Sie konzentriert sich mehr auf gesellschaftliche Konsequenzen und darauf, was andere denken oder sagen könnten. Antigone hingegen demonstriert Individualismus, indem sie ihren eigenen moralischen Prinzipien und Überzeugungen Vorrang vor gesellschaftlichen Regeln und Meinungen einräumt. Sie ist bereit, mit ihren Überzeugungen allein zu stehen und zeigt ihren starken moralischen Charakter.

3. Unterwürfigkeit vs. Durchsetzungsvermögen: Ismene zeigt Unterwürfigkeit gegenüber Autoritäten und gesellschaftlichen Normen. Sie bringt ihre Überzeugungen nicht selbstbewusst zum Ausdruck und scheint eher darauf bedacht zu sein, Ärger zu vermeiden. Im Gegensatz dazu ist Antigone selbstbewusst und furchtlos, wenn es darum geht, ihre Überzeugungen zum Ausdruck zu bringen und für das einzustehen, was sie für richtig hält.

4. Angst vor Konsequenzen vs. moralische Pflicht: Ismenes Motive sind vor allem die Angst vor den Konsequenzen, die sich daraus ergeben, sich der Autorität zu widersetzen. Sie macht sich Sorgen über die mögliche Strafe und die Schande, die sie für ihre Familie bedeuten könnte. Antigone lässt sich jedoch von ihrer moralischen Pflicht leiten, ihren Bruder zu ehren und die Bestattungsriten durchzuführen, ungeachtet der damit verbundenen persönlichen Risiken.

Indem Sophokles Ismene als Gegenstück zu Antigone darstellt, schafft er einen dynamischen Kontrast, der Antigones Qualitäten hervorhebt, wie ihr unerschütterliches Pflichtbewusstsein, ihren unbezwingbaren Geist und ihre Bereitschaft, auch bei überwältigendem Widerstand für ihre Prinzipien einzustehen.

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