1. Frühe Schriften:Die frühesten bekannten Schriften zum Tanz gehen auf den antiken griechischen Philosophen Platon zurück, der sich in seinem Werk „Die Gesetze“ (ca. 350 v. Chr.) mit Tanz befasste. Andere frühe Texte, in denen Tanz erwähnt wird, sind die Bibel, chinesische Texte aus der Han-Dynastie (ca. 206 v. Chr. – 220 n. Chr.) und indische Texte wie das Natyashastra (ca. 2. Jahrhundert v. Chr. – 2. Jahrhundert n. Chr.).
2. Renaissance und Barock:Während der Renaissance und des Barock (14.-18. Jahrhundert) erfreute sich Tanz als Form der Unterhaltung und gesellschaftlichen Aktivität immer größerer Beliebtheit. Dies führte zur Veröffentlichung mehrerer Tanzhandbücher, wie Domenico da Piacenzas „De arte saltandi et choregraphiae“ (1455) und Fabritio Carosos „Il Ballarino“ (1581). In diesen Handbüchern wurden die Schritte, Techniken und sozialen Etikette beschrieben, die mit verschiedenen Tänzen der damaligen Zeit verbunden waren.
3. 19. Jahrhundert:Im 19. Jahrhundert entwickelten sich Ballett und moderner Tanz sowie Tanzkritik und -wissenschaft. Der französische Kritiker Jean-Georges Noverre veröffentlichte seine einflussreiche Abhandlung „Letters on Dancing and Ballets“ (1760), in der er sich für die Integration von Tanz mit Musik und Drama einsetzte. In den Vereinigten Staaten hat der Tanzhistoriker John Martin ausführlich über Tanz geschrieben, und sein Buch „The Dance“ (1936) gilt als wegweisendes Werk auf diesem Gebiet.
4. 20. Jahrhundert und darüber hinaus:Das 20. Jahrhundert erlebte einen Anstieg des Interesses an Tanzstudien, mit der Einrichtung von Tanzabteilungen an Universitäten, der Verbreitung von Tanzzeitschriften und -publikationen und dem Aufkommen neuer Ansätze zur Tanzgeschichte. Zu den bemerkenswerten Persönlichkeiten auf diesem Gebiet zählen die Tanzhistorikerinnen Selma Jeanne Cohen, Doris Humphrey und Susan Leigh Foster. Die Tanzgeschichte entwickelt sich ständig weiter, und es entstehen ständig neue Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Erkenntnisse, die zu unserem Verständnis der Geschichte und kulturellen Bedeutung des Tanzes beitragen.