Zu den berühmtesten Offstage-Events bei Shakespeare gehören:
* Die Ermordung von König Duncan in „Macbeth“.
* Der Tod von Julias Cousin Tybalt in „Romeo und Julia“.
* Die Schlacht von Agincourt in _Henry V_.
* Der Sturm, der die Charaktere in „The Tempest“ zum Schiffbruch bringt.
* Der Tod von König Lear in „König Lear“.
Indem Shakespeare diese Ereignisse außerhalb der Bühne verlagert, ist er in der Lage, ein intimeres und fokussierteres Drama zu schaffen. Der Zuschauer wird nicht vom Spektakel des Geschehens selbst abgelenkt, sondern kann sich auf die Reaktionen und Emotionen der Charaktere konzentrieren. Dies ermöglicht eine tiefere Erforschung der Motivationen und Konflikte der Charaktere.
Darüber hinaus kann die Übertragung von Ereignissen außerhalb der Bühne auch dazu genutzt werden, ein Gefühl von Mysterium und Spannung zu erzeugen. Dem Zuschauer wird die Möglichkeit überlassen, sich vorzustellen, was genau passiert ist, was zu einem intensiveren emotionalen Erlebnis führen kann. Beispielsweise ist der Mord an König Duncan in „Macbeth“ besonders schockierend und beunruhigend, weil er außerhalb der Bühne stattfindet. Dem Zuschauer wird nicht der Mord selbst gezeigt, sondern er erfährt durch die Reaktionen der Charaktere davon. Dadurch entsteht ein Gefühl von Horror und Spannung, das stärker ist, als wenn der Mord auf der Bühne gezeigt worden wäre.
Insgesamt kann Shakespeares Einsatz von Ereignissen außerhalb der Bühne als eine Möglichkeit angesehen werden, ein fokussierteres, intimeres und spannenderes Drama zu schaffen. Indem Shakespeare bestimmte Ereignisse außerhalb der Bühne verlagert, ist er in der Lage, die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Charaktere und ihre Emotionen zu lenken und ein kraftvolleres und unvergesslicheres Theatererlebnis zu schaffen.