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Wie nutzt Arthur Miller Ihrer Meinung nach das Bühnenbild, um im ersten Akt, dem Schmelztiegel, für Stimmung zu sorgen?

Im ersten Akt von Arthur Millers „Der Schmelztiegel“ konstruiert der Dramatiker sorgfältig eine Kulisse, die die bedrohliche Stimmung verstärkt und den tragischen Ausgang des Stücks ahnen lässt. Millers Einsatz des Setting umfasst verschiedene Elemente, die zur Gesamtatmosphäre beitragen und die Handlungen der Charaktere beeinflussen:

1. Dunkle und düstere Umgebung :Das Stück spielt in Salem, einem puritanischen Dorf, das sowohl metaphorisch als auch wörtlich von Dunkelheit heimgesucht wird. Die Umgebung wird mit den Begriffen „Schwarz“, „Schatten“ und „Dunkelheit“ beschrieben. Diese visuellen Bilder rufen ein Gefühl von Geheimnis und Vorahnung hervor.

2. Vorahnungswald :Die zentralen Ereignisse des Stücks finden im Wald statt, einem Ort, der traditionell mit Hexerei und dem Bösen in Verbindung gebracht wird. Der Wald wird als „schwarze Grube“ und „Kessel“ beschrieben, was eine beunruhigende Atmosphäre schafft, die den Konflikt zwischen den Überzeugungen der Charaktere und der Realität, der sie begegnen, betont.

3. Spektrale Präsenz :Der Wald repräsentiert die wilden und ungezähmten Kräfte, die der starren Gesellschaft der Puritaner zugrunde liegen. Die Erwähnung von „spektralen Formen“ und „flüsternden Stimmen“ fügt ein unheimliches Element hinzu und deutet auf die Anwesenheit unsichtbarer Kräfte hin, die das Schicksal der Charaktere manipulieren.

4. Feuermotiv :Die bedrohliche Stimmung des Stücks wird durch die Bilder des Feuers noch verstärkt. Abigail Williams, getrieben von ihren Wünschen, wird als „Feuer“ unter der Oberfläche von Salem beschrieben. Diese Bilder lassen nicht nur die Hexenprozesse ahnen, sondern weisen auch auf die unbeständigen Emotionen und destruktiven Impulse hin, die hinter der heiteren Fassade der Gemeinschaft lauern.

5. Isolation und Klaustrophobie :Salem wird als Inselgemeinde dargestellt, abgeschnitten von der übrigen Welt. Dies erzeugt ein Gefühl der Isolation und Klaustrophobie und fördert Misstrauen, Angst und das Bedürfnis nach Sündenböcken. Das Dorf ist ein Mikrokosmos der größeren gesellschaftlichen Angst vor Nonkonformität und dem Wunsch nach Kontrolle.

Durch den geschickten Einsatz dieser Schauplatzelemente schafft Arthur Miller eine eindringliche Atmosphäre, die die zentralen Themen des Stücks:Hysterie, Schuld und Vergeltung, hervorhebt. Die bedrückende Umgebung spiegelt den inneren Aufruhr der Charaktere wider und spiegelt ihre gespaltenen Seelen wider, während sie mit den Konsequenzen ihrer Handlungen und dem unnachgiebigen Griff der puritanischen Orthodoxie ringen.

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