Hamlet wird zweifellos als ein zutiefst moralischer Mensch dargestellt, der sich mit den moralischen Implikationen seiner Handlungen auseinandersetzt und über die ethischen Prinzipien rund um Rache, Gerechtigkeit und Pflicht nachdenkt. Allerdings erlebt er auch intensive Emotionen wie Trauer, Wut und Zögern, die sein Urteilsvermögen trüben und zu impulsiven Entscheidungen führen können.
Shakespeare präsentiert Hamlets moralischen Kompass als vielfältig und sich weiterentwickelnd. Zunächst wird Hamlet als nachdenklicher und philosophischer Charakter dargestellt, doch im Verlauf des Stücks wird er entschlossener und entschlossener, den Tod seines Vaters zu rächen. Einige seiner Handlungen, wie der Plan, Claudius in eine Falle zu locken und die Inszenierung des Theaterstücks „Die Mausefalle“, könnten als moralisch komplex und sogar trügerisch angesehen werden.
Im Zentrum von Hamlets moralischen Kämpfen steht seine Unfähigkeit, sein persönliches Streben nach Rache mit den moralischen und gesellschaftlichen Erwartungen an seine Rolle als Prinz und Sohn in Einklang zu bringen. Sein innerer Aufruhr rührt von dem Konflikt zwischen dem her, was er tun muss (seinen Vater rächen) und den ethischen und pragmatischen Überlegungen, die mit einer solchen Aufgabe einhergehen.
Obwohl Hamlet Momente moralischen Bewusstseins und ethischen Denkens an den Tag legt, unterliegen seine Handlungen insgesamt keinem einzigen, konsistenten Verhaltenskodex. Sein moralischer Weg ist geprägt von Komplexität, Inkonsistenz und dem Einfluss sowohl interner als auch externer Faktoren.