Traditionelles afrikanisches Drama wurzelt in den mündlichen Überlieferungen und Ritualen indigener afrikanischer Gesellschaften. Es erfolgt oft in Form von Geschichtenerzählen, begleitet von Musik, Tanz und Bewegung. Traditionelle afrikanische Dramen werden oft im Freien, beispielsweise auf Dorfplätzen, aufgeführt und dienen häufig der Aufklärung, Unterhaltung und dem Zusammenleben der Gemeinschaft.
Modernes afrikanisches Drama entstand im frühen 20. Jahrhundert, als afrikanische Schriftsteller begannen, europäische Theaterformen an ihre eigenen kulturellen und politischen Kontexte anzupassen. In dieser Zeit entstanden prominente afrikanische Dramatiker wie Wole Soyinka, Ngugi wa Thiong'o und Athol Fugard, deren Werke sich mit Themen wie Kolonialismus, Rassismus und afrikanischer Identität befassten.
Zeitgenössisches afrikanisches Drama entwickelt sich weiter und diversifiziert sich, wobei auf dem ganzen Kontinent neue Stimmen und Formen entstehen. Zeitgenössisches afrikanisches Drama befasst sich häufig mit Themen wie Identität, Globalisierung und der afrikanischen Erfahrung in einer globalisierten Welt und kann Elemente von Technologie, digitalen Medien und anderen innovativen Ausdrucksformen beinhalten.